• vom 31.01.2014, 17:04 Uhr

Chronik

Update: 01.02.2014, 19:25 Uhr

Winterwetter

Weiter starker Schneefall, aber Entspannung in Sicht




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  • ZAMG: Besonders in Osttirol und Oberkärnten bis Sonntag nochmals 20 bis 50 Zentimeter.

Die extremen Schneefälle der vergangenen Tage sorgen im Süden Österreichs für massive Behinderungen. - © APAweb / EXPA, Johann Groder

Die extremen Schneefälle der vergangenen Tage sorgen im Süden Österreichs für massive Behinderungen. © APAweb / EXPA, Johann Groder

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Es schneit weiter stark: Besonders in Osttirol und Oberkärnten sind bis Sonntag nochmals 20 bis 50 Zentimeter Neuschnee zu erwarten, in den Karnischen Alpen wird es knapp ein Meter werden. Doch die Prognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) verspricht bis zum Montag Entspannung. Die 48-Stunden-Neuschneemengen entsprachen einem 75-bis 100-jährlichen Ereignis.

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"Am Samstag und in der Nacht auf Sonntag schneit es in Osttirol und Oberkärnten zum Teil noch stark, die Schneefallgrenze sinkt wieder bis in die Täler. Im Bereich Galtail und Oberes Drautal kommen bis Sonntagabend 20 bis 40 Zentimeter Schnee dazu, im Lesachtal 40 bis 50 Zentimeter", sagte Paul Rainer von ZAMG in Klagenfurt am Samstag. "In den Karnischen Alpen erwarten wir 60 bis 90 Zentimeter Neuschnee. Am Sonntagnachmittag wird der Schneefall schon langsam schwächer und hört im Laufe des Montags größtenteils überhaupt auf."

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Lawinengefahr bleibt groß

Der zum Teil nasse und somit schwere Schnee kann weiterhin Bäume zum Umstürzen bringen und für Probleme auf Straßen, Bahnlinien und Stromleitungen sorgen. Auf Gebäuden sind Probleme durch kritische Schneelasten möglich. Und die Lawinengefahr bleibt durch den Neuschnee und die extremen Schneeverfrachtungen groß bis sehr groß, warnte die ZAMG.

Samstag früh lagen in Kötschach 150 Zentimeter Schnee, in Dellach im Drautal 143, in Lienz 110, in Mallnitz 102 und in Döllach 100 Zentimer. In Villach war die Schneehöhe zu diesem Zeitpunkt 65 Zentimeter, in Klagenfurt am Flughafen 20 Zentimeter.

Der Schnee hat sich durch die vorübergehend milderen Temperaturen stark gesetzt, wodurch die Schneehöhen deutlich zurückgegangen sind. Wie ungewöhnlich die Neuschneemengen sind, zeigte aber eine Einordnung der 48-Stunden-Werte. Paul Rainer: "Von Donnerstag 7.00 Uhr bis Samstag 7.00 Uhr hat es zum Beispiel in Dellach im Drautal 131 Zentimeter geschneit. Für Osttirol und Oberkärnten sind das 48-Stunden-Mengen wie sie statistisch gesehen nur alle 75 bis 100 Jahre vorkommen."

Was die gesamte Niederschlagsmenge betrifft, also Schnee und Regen, sorgten die vergangenen Tage für den niederschlagsreichsten Jänner in Osttirol und Oberkärnten seit 1917. Österreichs 24-Stunden-Schneerekord stammt übrigens auch aus Osttirol: Am 31. Jänner 1986 registrierte die ZAMG in Sillian innerhalb von 24 Stunden 170 Zentimeter Neuschnee.

Stromausfälle in Kärnten

Wegen der starken Niederschläge und damit verbundener Schneebrüche waren zwischenzeitlich 3.000 Haushalte in Kärnten ohne Elektrizität gewesen. Samstagnachmittag sind wieder alle Haushalte mit Strom versorgt gewesen. Entwarnung will man beim Energieversorger Kelag nicht geben. "Wir beobachten die Situation genau, unsere Monteure sind in Bereitschaft", sagte Kelag-Sprecher Josef Stocker zur APA.

  Auch bei der ÖBB entspannte sich die Lage langsam. Nach den Streckenabschnitten Villach - Spittal und Spittal - Lienz wurde am Nachmittag auch das Teilstück Villach - Jesenice (Slowenien) provisorisch eröffnet. Die Tauernstrecke samt Tauernschleuse sowie die Fahrtrichtung Italien bleiben weiterhin gesperrt.

  Am späten Nachmittag wurde auch die Straße in das Skigebiet Nassfeld geöffnet. "Diese Öffnung gilt nur auf Widerruf, solange keinen stärkeren Schneefälle einsetzten", sagte Katastrophenreferent LH Peter Kaiser (SPÖ). Damit war vorerst die An- und Abreise von zahlreichen Urlaubern möglich, die am Nassfeld bzw. im Tal festgesessen waren.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2014-01-31 21:26:05
Letzte Änderung am 2014-02-01 19:25:11


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