• vom 16.11.2009, 19:31 Uhr

Chronik

Update: 07.05.2010, 19:26 Uhr

Hundebisse statistisch: Österreich, Deutschland, Schweiz




  • Artikel
  • Kommentare (2)
  • Lesenswert (8)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online

Österreich: 5.900 Verletzte pro Jahr

Jährlich werden rund 5.900 Personen in Österreich durch Hundebisse so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Bissverletzungen sind etwa 80 Prozent davon, die restlichen Verletzungen sind anderer Art wie beispielsweise Kratzer oder durch umgestoßen werden.

Werbung

Kinder unter 15 Jahre sind etwa 20 Prozent der Verletzten (jährlich). Die Zahlen beruhen auf einem Durchschnitt der Jahre 2002-2007.

Am häufigsten passieren Hundebisse, während Kinder mit den Vierbeinern spielen (28 Prozent), wie eine Studie des Kinderunfall-Forschungszentrums Graz aus dem Jahr 2005 besagt. 14 Prozent der Unfälle passieren beim Vorbeigehen am Hund, jeder zehnte Hundebiss ereignet sich beim Kuscheln mit dem Tier, beim Füttern passieren acht Prozent der Bisse.

TätigkeitProzentMit dem Hund spielen28%Am Hund vorbeigehen14%Mit dem Hund kuscheln10%Hund füttern8%Mit dem Rad vorbeifahren4%Den Hund erschrecken2%Den Hund am Schwanz ziehen2%Bei einem Hundekampf einschreiten2%

(Quelle: Freizeitunfallstatistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, Kinderunfall-Forschungszentrum Graz).

Jeder fünfte Deutsche schon einmal von Hund gebissen
Jeder fünfte Deutsche ist schon einmal von einem Hund gebissen worden. 21,9 Prozent der Einwohner haben diese schlechte Erfahrung bereits gemacht. Das ergab eine im Jänner 2009 veröffentlichte Umfrage des Nürnberger Marktforsches GfK im Auftrag des Onlineportals GesundheitPro.de.

Angst vor Hunden haben allerdings 18,9 Prozent der Befragten. Am verbreitetsten ist sie bei Frauen: 25,9 Prozent gaben an, sich vor Hunden zu fürchten. Bei Menschen ab 70 sind es 24,9 Prozent.

Hundebisse in Berlin 2004-2008

Jahr Menschen wurden verletzt ÄnderungNur Hunde wurden verletzt ÄnderungGesamtÄnderung2008 716 -16,6% 514 -9,8% 1.230 -13,9% 2007 859 2,4% 570 -0,3% 1.429 1,3% 2006 839 -7,7% 572 5,1% 1.411 -2,9% 2005 909 -6,9% 544 -21,8% 1.453 -13,1% 2004976-696-1.672-

Todesfälle Deutschland 1998-2007

In Deutschland gibt es keine Beißstatistik für das gesamte Bundesgebiet. Erhoben werden nur Todesfälle durch Hundebisse. Es ist etwa gleich wahrscheinlich durch Blitzschlag oder einen Hundebiss zu sterben.

Hundebisse in der Schweiz 2007 und 2008

2567 Hundebisse beim Menschen wurden 2008 in der Schweiz gemeldet. Diese Zahl ist vergleichbar mit jener von 2007 - damals waren es 2678 Meldungen.

Mit 4796 Meldungen insgesamt, wovon 2567 Meldungen Vorfälle beim Menschen, 1663 Vorfälle beim Tier und 384 übermässig aggressive Hunde betreffen und 182 nicht auswertbar waren, sind die Daten von 2008 mit jenen von 2007 vergleichbar. Mehr als 200 Hundetypen waren in Vorfälle verwickelt, wovon bei 61 Typen mehr als 9 Meldungen vorlagen. Die häufigsten Hundetypen wie die Schäferhunde oder die Terrier wurden auch am häufigsten gemeldet.

Kinder sind besonders betroffen. Sie werden häufiger gebissen und die Bisse sind gravierender als bei Erwachsenen : die Hälfte der Bisse bei Kindern unter 10 Jahren betreffen Hals oder Kopf. Jeder vierte Biss bei Kindern wird von kleinen Hunden verursacht. Dies zeigt, dass auch Haltende von kleinen Hunden aufmerksam sein und ihre Tiere unter Kontrolle haben müssen.




Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2016
Dokument erstellt am 2009-11-16 19:31:00
Letzte nderung am 2010-05-07 19:26:00



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Zu viel zum Sterben
  2. Beziehungsstatus: Kompliziert
  3. Die versteckte Krankheit
  4. "Das ist nicht mehr mein Land"
  5. Hofer fordert Stopp für Einbürgerungen von Türken
Meistkommentiert
  1. Hofer fordert Stopp für Einbürgerungen von Türken
  2. Duzdar will verstärkt Migranten für Öffentlichen Dienst
  3. Und wieder droht der Abgrund
  4. "Das ist nicht mehr mein Land"
  5. Kern und Moslem-Vertreter betonen "gemeinsame Verantwortung"

Werbung