• vom 17.03.2017, 17:17 Uhr

Chronik

Update: 20.03.2017, 22:36 Uhr

Winter

Sieben Lawinentote in fünf Tagen in Tirol




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  • Lawinengefahr war zwar nur gering bis mäßig, partiell kann diese trotzdem auch hoch sein.



Wien. Prächtiges Wetter, gute Schneeverhältnisse und eine nur geringe bis mäßige Lawinengefahr. Diese Woche schien ideal für frühlingshaftes Skivergnügen in Tirol. Doch innerhalb von nur vier Tagen starben auf Tiroler Bergen sieben Skifahrer nach Lawinenabgängen. Am Freitag waren zwei Opfer in St. Anton zu beklagen.

Damit steigt auch die Zahl der Lawinentoten in Österreich auf vorerst 18 Personen in diesem Winter, was einen signifikanten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr bedeutet, als 13 Ski- und Snowboardfahrer durch Lawinen starben. Im Winter 2014/15 kamen in Österreich 27 Menschen nach Lawinenabgängen ums Leben, in diesem Bereich könnte sich auch die Opferbilanz nach Saisonende bewegen. In den meisten hochalpinen Skigebieten in Tirol, Vorarlberg und Salzburg kann bis Mitte oder gar Ende April Ski gefahren werden.

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Erfahrene Gruppen
Am Montag war ein Niederländer bei einer geführten Tour in Sölden von einer Lawine begraben worden. Er konnte zwar reanimiert werden, starb jedoch am Ende der Woche. Zwei Tage später wurden vier Mitglieder einer Tourengruppe aus der Schweiz im Schmirntal verschüttet und bis zu zwölf Meter tief begraben. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Sie waren gut ausgerüstet und samt Bergführer unterwegs.

Das Unglück am Freitag passierte in St. Anton am Hinteren Rendl im freien Skiraum. Nach vorläufigem Erkenntnisstand löste sich ein Schneebrett, als der letzte der fünfköpfigen Gruppe in den Hang einfuhr. Ein Skifahrer wurde zum Teil verschüttet, zwei komplett. Sie konnten nur tot geborgen werden.

Alle drei Unglücke passierten im extrem steilen Gelände mit bis zu 40 Grad Gefälle, auf jeweils mehr als 2200 Metern Seehöhe und auf nordseitig gelegen. Diese Faktoren wirken allesamt ungünstig, weshalb die Lawinenexperten in den vergangenen Tagen trotz grundsätzlich nur mäßiger Lawinengefahr auf heikle Stellen wie diese hinwiesen.




Schlagwörter

Winter, Skifahren, Lawinen, Unglück

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-03-17 17:21:20
Letzte nderung am 2017-03-20 22:36:05





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