• vom 07.04.2017, 08:05 Uhr

Chronik

Update: 07.04.2017, 15:12 Uhr

ÖBB

Linzer Hauptbahnhof lahmgelegt




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Von WZ Online, APA

  • Aufgrund eines Kabelbrandes mussten alle Züge gestoppt werden, zigtausende Bahnreisende waren betroffen.

Am Linzer Hauptbahnhof ging Freitagmorgen nichts mehr.

Am Linzer Hauptbahnhof ging Freitagmorgen nichts mehr.© APAweb, Fotokerschi.at, Werner Kerschbaum Am Linzer Hauptbahnhof ging Freitagmorgen nichts mehr.© APAweb, Fotokerschi.at, Werner Kerschbaum

Linz. Nach dem Kabelbrand am Linzer Hauptbahnhof, der die Verkehrsdrehscheibe stundenlang lahmgelegt hat, haben die ÖBB um 14.20 Uhr begonnen, den Fernverkehr wieder hochzufahren. Wann die S-Bahnen wieder fahren, war vorerst noch unklar.

Man plane alle Fernverkehrszüge am Nachmittag durchzuführen, so ein ÖBB-Sprecher. Allerdings werde es noch zu Verspätungen kommen. Er rechnet damit, dass bis zum späten Abend der Takt wieder hergestellt sein wird.

Im Nahverkehr war noch unklar, wann die Verbindungen wieder aufgenommen werden. Der Schienenersatzverkehr bleibt daher vorerst weiter bestehen. Die ÖBB haben laut eigenen Angaben 30 Busse dafür abgestellt und 30 Mitarbeiter, die am Hauptbahnhof den betroffenen Fahrgästen behilflich sind.

Der Hauptbahnhof war Freitagfrüh durch einen Kabelbrand komplett lahmgelegt worden. Alle Züge standen still. Zigtausende Bahnreisende waren davon betroffen. Die Linzer Berufsfeuerwehr rückte zur Brandbekämpfung aus.

Zahlreiche Bahnstrecken und auch internationale Züge waren betroffen. Die Reisenden im anlaufenden Osterferienverkehr mussten mit stundenlangen Verspätungen rechnen. 

Kein Strom am Bahnhof

Der Brandalarm ging um 4.59 Uhr bei der Linzer Berufsfeuerwehr ein. Der Schwelbrand in einem unterirdischen Kabelkanal legte laut ÖBB-Pressesprecher Bernhard Rieder ein Stellwerk im Osten des Bahnhofes lahm und machte damit die Durchfahrt unmöglich. In diesem liegen die Stromkabel zur Verkehrsdrehscheibe. Diese wurden unterbrochen, damit fiel die Versorgung des Bahnhofes mit Elektrizität aus. 

Von dem Zwischenfall betroffen waren die West-, die Pyhrn, die Summerauer- und die Linzer Lokalbahn, somit auch internationale Züge zwischen Deutschland sowie der Schweiz und Ungarn sowie aus und nach Tschechien. Im Bahnhofsgebäude selbst herrschte zur Hauptverkehrszeit ungewöhnliche Ruhe.

Die Brandbekämpfung gestaltete sich schwierig, weil der Kabelschacht unterirdisch verläuft. Augenzeugen berichteten, dass aus mehreren Öffnungen am Boden im Bahnhof grauer Qualm aufstieg. 

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ÖBB, Linz

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Dokument erstellt am 2017-04-07 08:07:14
Letzte nderung am 2017-04-07 15:12:52



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