• vom 19.05.2017, 15:53 Uhr

Chronik

Update: 19.05.2017, 20:26 Uhr

Hochwasser

Trainieren für den Ernstfall




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Von Bettina Figl aus Adnet

  • Bundesheer übt Rettung von 220 Menschen im Falle eines Hochwassers.

- © Harald MINICH, Bundesheer

© Harald MINICH, Bundesheer

Rettung aus der Luft.

Rettung aus der Luft.© Bettina Figl Rettung aus der Luft.© Bettina Figl

Salzburg. 220 Menschen müssen vor Hochwasser gerettet werden, 250 Soldatinnen und Soldaten und 15 Luftfahrtzeuge sind im Einsatz. Am Freitag unternahm das österreichische Bundesheer in Adnet bei Hallein in Salzburg eine Einsatzübung, wie sie in diesem Ausmaß im Bereich des Katastrophenschutzes eher selten stattfindet. Menschen saßen auf Dächern fest und wurden via Hubschrauber gerettet: Erprobt wurde die Evakuierung von 220 Menschen im Rahmen eines Hochwasserunglücks.

In Adnet hatte sich der ganze Ort versammelt, um das Spektakel, das unter anderem vor der Schule Adnent stattfand, zu verfolgen. Unter den Einsatzbeobachtern waren auch Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil und Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Bundesheer will neuen Hubschrauber anschaffen

Die zu Evakuierenden warteten auf Dächern von Gebäuden und Autos auf Rettung. Das Bundesheer rückte mit schwerem Gerät - Hubschrauber der Typen S70 "Black Hawk", Agusta Bell 212, Alouette III, Bell OH-58 "Kiowa", dem Flieger Pilatus PC-6 sowie Räderfahrzeugen - an. Auch die Flugpolizei, die Feuerwehr Hallein, das Rote Kreuz und die Gemeinde Adnet waren im Einsatz. Unter anderem standen eine Windenbergung vom Dach eines überfluteten Hauses, von einer Insel und Kfz-Bergungen auf dem Programm.

"Um die optimale Einsatzfähigkeit des Bundesheeres in Österreich zu gewährleisten ist es notwendig, die regionalen Strukturen des Bundesheeres zu stärken", heißt es in einer begleitenden Presseaussendung. Aus diesem Grund will Verteidigungsminister Doskozil die Hubschrauberstützpunkte in Vomp und Klagenfurt erhalten. Noch eine Investition kündigte Doskozil an: Das Bundesheer will einen neuen Mehrzweckhubschrauber - vermutlich einen Black Hawk - beschaffen, außerdem soll bei den bestehenden Black Hawk ein Update durchgeführt werden.

Das Heer ist im Katastropheneinsatz immer wieder gefordert. Laut Verteidigungsministerium wurden die Streitkräfte im Vorjahr 19 Mal zu Hilfe gerufen, wenn es um die Bewältigung von Naturereignissen ging. Das machte insgesamt 53.000 Arbeitsstunden von 512 Soldaten aus. Die Heerespiloten flogen knapp 240 Stunden für die Katastrophenhilfe. Dabei wurden 34 Windenbergungen durchgeführt, 852 Personen und rund 482 Tonnen Material transportiert.

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Hochwasser, Bundesheer

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Dokument erstellt am 2017-05-19 15:54:43
Letzte nderung am 2017-05-19 20:26:55





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