• vom 17.04.2012, 07:42 Uhr

Politik

Update: 17.04.2012, 12:59 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Verhandlungsrunde mit Vaduz schon Ende April?

Schwarzgeld-Steuerabkommen mit Liechtenstein ante portas



  • Abkommen mit der Schweiz im Ministerrat beschlossen.

Wien. Das Steuerabkommen mit der Schweiz wurde am Dienstag im Ministerrat beschlossen. Das nächste Abkommen steht bereits vor der Tür - jenes mit Liechtenstein. Laut "Presse" soll es noch Ende April eine große Verhandlungsrunde dazu geben.

Die Frage nach einem Zeithorizont bzw. einer Größenordnung beim geplanten Steuerabkommen mit Liechtenstein konnten Bundeskanzler Werner Faymann und sein Vize Michael Spindelegger im Pressefoyer nach der Regierungssitzung am Dienstag jedoch nicht beantworten. Er gehe davon aus, dass "deutlich weniger" Österreicher Geld in Liechtenstein hätten als in der Schweiz, meinte Faymann, er kenne aber keine Größenordnung. Es bestehe Bereitschaft seitens Liechtenstein, betonte Spindelegger. Eine Größenordnung wäre verfrüht. "So rasch wie in der Schweiz wird's nicht gehen", meinte Spindelegger.

SPÖ-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder erklärte, das Abkommen sei wesentlich komplexer als jenes mit der Schweiz.
In Liechtenstein gehe es nicht nur um Konten, sondern auch um Stiftungen, so Schieder. Bei den Stiftungen gehe es beispielsweise auch um die Frage der Transparenz. Bei den Stiftungen müsse etwa Liechtenstein nicht zwingend wissen, wem das Geld gehöre. Die Sache sei rechtlich und politisch etwas komplexer.

"Peanuts" im Vergleich mit der Schweiz
Laut "Presse" seien das von Liechtensteiner Banken verwaltete Vermögen im Vergleich mit der Schweiz "Peanuts": Gerade einmal 150 Mrd. Euro lägen bei den Geldinstituten des Landes. Die Schweizer Banken verwalten dagegen 2.973 Mrd. Euro an Kundengeldern. Rechne man das Schwarzgeldabkommen mit der Schweiz grob auf Liechtenstein um, brächte das Österreich gerade einmal 50 Mio. Euro an Nachzahlungen. Das echte Vermögen liege also in Stiftungen, von denen es in Liechtenstein insgesamt rund 50.000 geben soll.

Finanzministerin Maria Fekter gab sich vor dem Ministerrat wortkarg zum Thema Liechtenstein: Man sei bezüglich eines Doppelbesteuerungsabkommens mit Liechtenstein im Gespräch, "weil unser Abkommen schon einige Jahre alt ist" und das werde man adaptieren.

Ministerrat beschließt Schweiz-Abkommen
Das Steuerabkommen mit der Schweiz hat der Ministerrat am Dienstag indes beschlossen. Es soll Österreich schon im kommenden Jahr etwa eine Milliarde Euro an Einnahmen bringen. Das Abkommen kann Anfang nächsten Jahres in Kraft treten, wenn beide Parlamente zustimmen. (apa/red)




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-17 08:00:23
Letzte Änderung am 2012-04-17 12:59:05


Wer regiert in Salzburg

Vorentscheidung für Koalitionsgespräche fällt

20130521hass - APAweb/Jäger Salzburg. Nach den zahlreichen Sondierungsgesprächen der vergangenen beiden Wochen fällt am Dienstagabend eine wichtige Vorentscheidung zur Bildung... weiter




An Erwin Pröll zerschellten alle Herausforderer

Blaues Erdbeben, schwarze Bastion

20130303_siegerbilder - APAweb / Hans Klaus Techt / Gert Eggenberger Wien. Rund 1,9 Millionen Wähler – 1,4 Millionen in Niederösterreich, 440.000 in Kärnten – haben am Sonntag über die Zusammensetzung der... weiter




Auch ÖVP-Vorstand stimmte zu

Drei-Parteien-Koalition SPÖ, ÖVP, Grüne in Kärnten besiegelt

20130326kaernt - APAweb/GERT EGGENBERGER Klagenfurt. Die Drei-Parteien-Koalition von SPÖ, ÖVP und Grünen in Kärnten ist besiegelt. Nach dem - erwarteten - Ja des ÖVP-Vorstandes zum... weiter



Werbung



Beliebte Inhalte



Wer braucht Gewerkschaften, wenn die Mitarbeiter eingebunden sind? Frank Stronach regelt Konflikte lieber selbst. - apa/Michael Gruber
  • Salzburger Stronach-Mann weicht in Debatte um Gewerkschaft vom Chef ab.
  • weiter

Die Grünen sind nun auch in Tirol in der Regierung. - APAweb / Thomas Böhm / TT
  • Kabinett erhielt 23 der 36 möglichen Stimmen.
  • weiter

RBI-Chef Herbert Stepic stellt seine Funktion als CEO zur Verfügung. - APAweb / Hans Klaus Techt
  • "Mr. Osteuropa" verabschiedet sich von seinem "Lebenswerk"
  • weiter

Er wars. Nein, er wars. Nein er. Aber was war eigentlich seine Leistung? - APAweb/HELMUT FOHRINGER
  • Ex-FPÖ-Werber Rumpold verstrickt sich bei seiner Aussage in Widersprüche.
  • weiter

Die Linzertorte vorher: Am Beginn der Spekulation versprach man sich saftige Gewinne durch süße Finanzgeschäfte.
  • Wie der bittere Nachgeschmack der Spekulation das Budget und die Städtekassen verdirbt.
  • weiter

Am "Internationalen Tag der Pflege" haben sich die Seniorenvertreter von SPÖ und ÖVP für die Abschaffung des Pflegeregresses in der Steiermark ausgesprochen. - APAweb / Barbara Gindl
  • Frühere Angleichung des Frauenpensionsalters für Khol "keine aktuelle Frage"
  • weiter

Tier- und Wasserschutz sind nun in der Verfassung verankert. - APAweb/Ole Spata dpa/lni
  • Einigung zwischen Koalition und Freiheitliche am Rande der Nationalratssitzung.
  • weiter

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl bei seiner Rede über "Sozialtourismus". - APAweb / Robert Jäger
  • Hundstorfer ärgert sich über "Demagogie" der Freiheitlichen.
  • weiter

Alle Lehrer werden Master. Auch Volksschullehrer müssen länger studieren. - apa/Georg Hochmuth
  • Alle Sekundarlehrer erhalten dieselbe Ausbildung; Mobilität wird erhöht.
  • weiter

  • Vizechef Norbert Hofer dementiert rassistische Aussagen.
  • weiter






Werbung