• vom 16.08.2012, 11:21 Uhr

Politik

Update: 16.08.2012, 11:43 Uhr
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Personeller Neuanfang nach Abgang von drei von fünf Vorständen

Piraten in Turbulenzen



  • Letzter Abgang via Twitter: "Habe die Nase voll gehabt"

Bei der Piratenpartei geht's rund.

Bei der Piratenpartei geht's rund.APAweb/Herbert Pfarrhofer Bei der Piratenpartei geht's rund.APAweb/Herbert Pfarrhofer

Wien. Während sich Frank Stronach mit seiner Parteigründung derzeit großer medialer Aufmerksamkeit erfreut, sind die anderen chancenreichen Außenseiter bei der nächsten Nationalratswahl derzeit wohl froh, nicht allzu groß in der Öffentlichkeit vorzukommen. Denn bei den Piraten geht es personell rund. In den vergangenen Wochen sind gleich drei der fünf Vorstandsmitglieder abhanden gekommen. Wie nachbesetzt wird, ist noch nicht endgültig geklärt, sagte Rodrigo Jorquera, einer der beiden verbliebenen Vorstände auf Anfrage der APA.

Begonnen hatten die Probleme Ende Juli, Anfang August. Da legte Stephan Raab seine Funktion im Vorstand zurück, nachdem aus seiner Sicht ein von ihm initiiertes Online-Voting getürkt worden war. Gerhard Kleineberg verabschiedete sich im Verlauf dieser Diskussion ebenfalls und nun folgte auch noch Jonas Reindl, der via Twitter mitteilte: "Habe die Nase voll gehabt. Ich kann einfach das Amt nicht mehr mit gutem Gewissen ausführen."


"Genauso stabil wie vorher"
Jorquera will in den Personalabgängen keine Krise sehen. Die Piraten seien "genauso stabil wie vorher". Denn der Vorstand sei nicht mit jenem traditioneller Parteien zu vergleichen, sondern eigentlich nur ein Administratoren-Team für das, was die Basis beschließe.

Dass mit Stronach nun ein weiterer Kontrahent um Protestwählerstimmen auftritt, hält Jorquera für kein Problem. Man solle nicht auf andere schauen sondern auf die eigene Partei, die mit ihrem Fokus auf Basis-Demokratie als einzige eine tatsächliche Änderung der politischen Gegebenheiten erreichen könne.

Wie es personell weitergeht, soll möglichst kommende Woche entschieden werden. Denkbar wäre, dass den drei Aussteigern zwei Nachrücker folgen, die bei der letzten Bundesversammlung ebenfalls die 50 Prozent Zustimmung erreicht hatten, aber eben nicht Top-5 und deshalb nicht im Vorstand waren. Allenfalls könnte die personelle Neuaufstellung auch bei einer Bundesgeneralversammlung geschehen. Die nächste ist in zwei Monaten in Graz angesetzt und sollte sich eigentlich nur Inhaltlichem widmen.




Schlagwörter

Piraten, PPÖ

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-16 11:22:47
Letzte Änderung am 2012-08-16 11:43:54


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