Wien.

Sein Ausschluss aus dem BZÖ erfolgte im Jänner 2010 kurz nach Abspaltung der FPK. BZÖ-Obmann Josef Bucher begründete den Schritt damit, dass Tadler Geld vom BZÖ für seinen Verbleib gefordert hätte.
Jetzt fehlt Stronach nur noch ein Abgeordneter für die drei Parlamentarier-Unterschriften, die zum Antreten bei der nächsten Nationalratswahl alternativ zu 2600 Unterschriften aus der Bevölkerung nötig wären. Der dritte potenzielle Stronach-Unterstützer, Robert Lugar, ebenfalls Ex-BZÖler, war bis Redaktionsschluss nicht zu erreichen.
Dass Stronach noch vor den Wahlen einen Parlamentsklub gründet, sei aber nicht möglich, erklärt Werner Zögernitz vom ÖVP-nahen Institut für Parlamentarismus und Demokratiefragen. Für eine Klubgründung wären fünf Mitglieder derselben wahlwerbenden Partei vonnöten. Dabei gelte die Parteizugehörigkeit bei der letzten Wahl, bei Tadler also BZÖ und bei Köfer SPÖ. Würde auch Lugar beitreten, müsste Stronach weitere drei BZÖ-Mitglieder auftreiben, was aber unwahrscheinlich ist.
Noch unwahrscheinlicher ist die theoretische Möglichkeit, per Mehrheitsbeschluss im Nationalrat als Klub anerkannt zu werden. Ohne Klub entgehen Stronach 1,4Millionen Euro Förderung pro Jahr, außerdem ist man nur mit Klubobmann in Ausschüssen und in der Präsidialkonferenz des Parlaments vertreten.
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