• vom 03.09.2012, 17:47 Uhr

Politik

Update: 03.09.2012, 18:14 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Aussprache im U-Ausschuss am Donnerstag



Wien. (kats) Dicke Luft im Korruptionsuntersuchungsausschuss: Die grüne Vorsitzende Gabriela Moser blieb auch am Montag bei ihrer Ansicht, dass es keinen Zeitplan für Aktenanlieferungen geben dürfe. Wie berichtet, war am Freitag eine Geschäftsordnungssitzung daran gescheitert, dass SPÖ, ÖVP, FPÖ und BZÖ einen Zeitplan für die Anlieferung von Akten und Zeugenladungen zu Beweisthema 5 (Regierungsinserate) vorlegten, Moser diesen aber nicht genehmigte. Daraufhin wurden gar keine Zeugenladungen beschlossen, Regierungsparteien und Freiheitliche warfen Moser Parteilichkeit vor und verlangten teils ihre Ablöse.

Dies ist allerdings nicht möglich, wie Geschäftsordnungsexperte Werner Zögernitz vom ÖVP-nahen Parlamentarismusinstitut erläutert. Denn - analog zum Nationalratspräsidenten - werden U-Ausschuss-Vorsitzende für die gesamte Sitzungsdauer gewählt, eine Absetzung wäre nur dann möglich, wenn Mosers eigene Fraktion sie als U-Ausschuss-Mitglied abziehen würde. Daran ist aber freilich nicht gedacht. Auch Moser verteidigte gegenüber der "Wiener Zeitung" ihr Vorgehen: In der Verfahrensordnung sei zwar vorgesehen, einen Zeitplan für die Aufnahme von Beweisen zu erstellen, allerdings nur, was die Auskunftspersonen betrifft. Aktenlieferungen könnten aber nur einstimmig auf einen bestimmten Zeitraum beschränkt werden, weil sie der Ausschuss auch einstimmig bestellt hat. Würde man nun eine "Deadline" für die Akten beschließen, käme es laut Moser zu der "absurden Situation", dass die Ministerien zwar Akten liefern müssten, diese aber nicht an die Ausschuss-Mitglieder verteilt werden dürften.

Am Montag hat sie in einem Gespräch Nationalratspräsidentin Barbara Prammer um Vermittlung gebeten. Diese ist rechtlich zwar nicht einer Meinung mit Moser, hat aber für Donnerstag zur Aussprache gerufen.




Schlagwörter

Korruption, U-Ausschuss

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-03 18:14:10
Letzte Änderung am 2012-09-03 18:14:57


Wer regiert in Salzburg

Vorentscheidung für Koalitionsgespräche fällt

20130521hass - APAweb/Jäger Salzburg. Nach den zahlreichen Sondierungsgesprächen der vergangenen beiden Wochen fällt am Dienstagabend eine wichtige Vorentscheidung zur Bildung... weiter




An Erwin Pröll zerschellten alle Herausforderer

Blaues Erdbeben, schwarze Bastion

20130303_siegerbilder - APAweb / Hans Klaus Techt / Gert Eggenberger Wien. Rund 1,9 Millionen Wähler – 1,4 Millionen in Niederösterreich, 440.000 in Kärnten – haben am Sonntag über die Zusammensetzung der... weiter




Auch ÖVP-Vorstand stimmte zu

Drei-Parteien-Koalition SPÖ, ÖVP, Grüne in Kärnten besiegelt

20130326kaernt - APAweb/GERT EGGENBERGER Klagenfurt. Die Drei-Parteien-Koalition von SPÖ, ÖVP und Grünen in Kärnten ist besiegelt. Nach dem - erwarteten - Ja des ÖVP-Vorstandes zum... weiter



Werbung



Beliebte Inhalte



 "Frühstück mit dem Kanzler" in Wien. - Creative Commons
  • Kanzler gegen "Einmischung" Stronachs in die Politik.
  • Im Gespräch mit Jugendlichen verteidigt er Gewerkschaften und bekräftigte Forderung nach Verlängerung der Bankenabgabe.
  • weiter

RBI-Chef Herbert Stepic stellt seine Funktion als CEO zur Verfügung. - APAweb / Hans Klaus Techt
  • "Mr. Osteuropa" verabschiedet sich von seinem "Lebenswerk"
  • weiter

  • Wie man Schüler mit Sprachdefiziten fördert, sollen Direktoren entscheiden.
  • weiter

"Ostpionier" Stepic ist seit 2001 RBI-Chef. Sein Name scheint als einer von 130.000 in der Offshore-Leaks-Datenbank auf. - apa/Pfarrhofer
  • Wohnungskäufe über Offshore-Firmen rufen Raiffeisen und FMA auf den Plan.
  • weiter

In knapp mehr als vier Minuten - 20 hätte er gehabt - handelte Faymann, ganz ohne einleitende Worte, die 15 Fragen ab. - APAweb/Jäger
  • Kanzler versicherte mehrfach, dass das Bankgeheimnis für Steuer-Inländer nicht angetastet wird.
  • weiter

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl bei seiner Rede über "Sozialtourismus". - APAweb / Robert Jäger
  • Hundstorfer ärgert sich über "Demagogie" der Freiheitlichen.
  • weiter

Am "Internationalen Tag der Pflege" haben sich die Seniorenvertreter von SPÖ und ÖVP für die Abschaffung des Pflegeregresses in der Steiermark ausgesprochen. - APAweb / Barbara Gindl
  • Frühere Angleichung des Frauenpensionsalters für Khol "keine aktuelle Frage"
  • weiter

Tier- und Wasserschutz sind nun in der Verfassung verankert. - APAweb/Ole Spata dpa/lni
  • Einigung zwischen Koalition und Freiheitliche am Rande der Nationalratssitzung.
  • weiter

Alle Lehrer werden Master. Auch Volksschullehrer müssen länger studieren. - apa/Georg Hochmuth
  • Alle Sekundarlehrer erhalten dieselbe Ausbildung; Mobilität wird erhöht.
  • weiter

  • Vizechef Norbert Hofer dementiert rassistische Aussagen.
  • weiter






Werbung