
Wien. Die Unterrichtszeit der österreichischen Lehrer ist seit Jahren Streitpunkt zwischen den jeweiligen Ministerinnen und der Lehrergewerkschaft. Unterrichtsministerin Claudia Schmied hat angeboten, die Pädagogen in anderen Bereichen zu entlasten, dafür verlangt sie aber mehr Zeit der Lehrer in den Klassen. Die OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" liefert dazu Daten.
Demnach sind die Lehrer an heimischen Schulen mit 1776 Stunden zu mehr Jahresarbeitszeit verpflichtet als ihre Kollegen im OECD-Durchschnitt (1680 Stunden). Allerdings verbringen sie den größeren Teil davon abseits des Klassenzimmers. So macht bei Volksschullehrern das Unterrichten knapp 44 (OECD-Schnitt 47) Prozent und bei Hauptschullehrern nur 34 (OECD 42) Prozent ihrer Arbeit aus.
Die Lehrergewerkschaft zeigt sich nun gesprächsbereit über mehr Unterrichtszeit. Sollte die Unterrichtsministerin ein Konzept vorlegen und nachweisen, dass die Lehrer merkbar entlastet werden, könne man über eine neue Verteilung der Arbeitszeit sprechen, erklärte Paul Kimberger, Chefverhandler der Lehrergewerkschaft in der "Presse".
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