• vom 19.09.2012, 17:01 Uhr

Politik

Update: 19.09.2012, 17:30 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Ein Semester im Schnelldurchlauf


Von Alicia Prager

  • Die Sommeruni an der Wirtschaftsuni ist heiß begehrt.

WU Wien - Kathi Führer

WU Wien Kathi Führer

Wien. "Stress unterm Jahr fällt weg", ist das Erste, das Studentin Verena zum Studienbeschleunigungsprogramm der Wirtschaftsuniversität Wien - auch Sommeruni genannt - einfällt. Entspannt schlendert sie aus der Aula ins Freie, wo sich auch einige andere Sommeruni-Teilnehmer unter die Studienanfänger mischen, die sich erst vor Kurzem inskribiert haben.

Das Programm bietet die Möglichkeit, Übungen geblockt - also intensiv in kurzer Zeit - zu absolvieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Lehrveranstaltungen, die während des Semesters ausgebucht waren und für die eine große Nachfrage besteht. Die Sommeruni endet am 29. September, die Prüfungen finden überwiegend Anfang Oktober statt.

Seit 2001 bietet die WU Wien die Studienbeschleunigungsprogramme in der vorlesungsfreien Zeit im September, im Februar und zu Ostern an. Dieses Jahr stehen 24 verschiedene Lehrveranstaltungen zur Verfügung mit rund 3700 Plätzen. Das klingt zwar viel, doch die Plätze sind heiß begehrt und schwer zu bekommen. "Es ist eher ein Glücksspiel, ob man in eine Übung kommt oder nicht. Es gibt viel zu wenige Plätze. Außerdem ist das Angebot an Lehrveranstaltungen spärlich. Das gehört definitiv ausgeweitet", findet Ivana, die schon einige Male an der Sommeruni teilgenommen hat.

Viel zu wenige Plätze

Warteschlangen an der WU Wien.

Warteschlangen an der WU Wien.Kathi Führer Warteschlangen an der WU Wien.Kathi Führer

Niki war zwar pünktlich am 13. August um 14 Uhr vor seinem PC, doch er hatte kein Glück: Der Server war überlastet und als er die Internetseite aktualisierte, waren alle Plätze bereits vergeben. ÖH-Vorsitzender Christian Talfart sagt: "Wir kämpfen jedes Jahr für mehr Plätze - mit Erfolg. Aber es ist aus Ressourcengründen nicht möglich, dass alle Studenten einen Platz bekommen." Das First-Come-First-Serve-Prinzip ist an der WU üblich. Nicht nur wer am Studienbeschleunigungsprogramm mitmachen möchte, muss schnell sein. Auch im regulären Betrieb sind die Lehrveranstaltungsplätze schnell vergeben. "Das Anmeldesystem ist nicht ideal, aber das eigentliche Problem ist, dass einfach viel zu wenige Plätze vorhanden sind", sagt Talfart.

Pech bei der Anmeldung bedeutet aber noch lange nicht, dass man sich die Teilnahme aus dem Kopf schlagen muss. Student Manuel ist zum ersten Termin der Lehrveranstaltung gegangen und hat noch einen Platz ergattert, weil einige Angemeldete nicht gekommen sind. Nun sitzt er gut gelaunt vor der WU-Mensa. Sehr positiv findet Manuel die Studienbeschleunigungsprogramme vor allem für Studienbeginner. Denn diese müssen in maximal drei Semestern die Steop - Studieneingangs- und Orientierungsphase - absolvieren. Außerdem haben sie in der Steop nur zwei Prüfungsantritte zur Verfügung. "Da hilft das Studienbeschleunigungsprogramm aus der Patsche."

Dass sie auf einen Ferienmonat für die Sommeruni verzichten muss, stört die Finnin Saara nicht. "Im September lerne ich sowieso immer für die Prüfungswoche im Oktober. Da finde ich es toll, dass es Kurse zur Unterstützung gibt."




Schlagwörter

WU Wien, Sommeruni

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-19 17:08:06
Letzte Änderung am 2012-09-19 17:30:58


Wer regiert in Salzburg

Vorentscheidung für Koalitionsgespräche fällt

20130521hass - APAweb/Jäger Salzburg. Nach den zahlreichen Sondierungsgesprächen der vergangenen beiden Wochen fällt am Dienstagabend eine wichtige Vorentscheidung zur Bildung... weiter




An Erwin Pröll zerschellten alle Herausforderer

Blaues Erdbeben, schwarze Bastion

20130303_siegerbilder - APAweb / Hans Klaus Techt / Gert Eggenberger Wien. Rund 1,9 Millionen Wähler – 1,4 Millionen in Niederösterreich, 440.000 in Kärnten – haben am Sonntag über die Zusammensetzung der... weiter




Auch ÖVP-Vorstand stimmte zu

Drei-Parteien-Koalition SPÖ, ÖVP, Grüne in Kärnten besiegelt

20130326kaernt - APAweb/GERT EGGENBERGER Klagenfurt. Die Drei-Parteien-Koalition von SPÖ, ÖVP und Grünen in Kärnten ist besiegelt. Nach dem - erwarteten - Ja des ÖVP-Vorstandes zum... weiter



Werbung



Beliebte Inhalte



In knapp mehr als vier Minuten - 20 hätte er gehabt - handelte Faymann, ganz ohne einleitende Worte, die 15 Fragen ab. - APAweb/Jäger
  • Kanzler versicherte mehrfach, dass das Bankgeheimnis für Steuer-Inländer nicht angetastet wird.
  • weiter

Tier- und Wasserschutz sind nun in der Verfassung verankert. - APAweb/Ole Spata dpa/lni
  • Einigung zwischen Koalition und Freiheitliche am Rande der Nationalratssitzung.
  • weiter

Er wars. Nein, er wars. Nein er. Aber was war eigentlich seine Leistung? - APAweb/HELMUT FOHRINGER
  • Ex-FPÖ-Werber Rumpold verstrickt sich bei seiner Aussage in Widersprüche.
  • weiter

"Ostpionier" Stepic ist seit 2001 RBI-Chef. Sein Name scheint als einer von 130.000 in der Offshore-Leaks-Datenbank auf. - apa/Pfarrhofer
  • Wohnungskäufe über Offshore-Firmen rufen Raiffeisen und FMA auf den Plan.
  • weiter

Wien. Wildwest-Szenen in Wien-Alsergrund: Ein am Vortag fristlos entlassener Mann kehrte Donnerstag früh in seine Firma in Wien-Alsergrund zurück und...weiter

Am "Internationalen Tag der Pflege" haben sich die Seniorenvertreter von SPÖ und ÖVP für die Abschaffung des Pflegeregresses in der Steiermark ausgesprochen. - APAweb / Barbara Gindl
  • Frühere Angleichung des Frauenpensionsalters für Khol "keine aktuelle Frage"
  • weiter

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl bei seiner Rede über "Sozialtourismus". - APAweb / Robert Jäger
  • Hundstorfer ärgert sich über "Demagogie" der Freiheitlichen.
  • weiter

Alle Lehrer werden Master. Auch Volksschullehrer müssen länger studieren. - apa/Georg Hochmuth
  • Alle Sekundarlehrer erhalten dieselbe Ausbildung; Mobilität wird erhöht.
  • weiter

  • Vizechef Norbert Hofer dementiert rassistische Aussagen.
  • weiter

SPÖ -Kampfpapier gegen die Steuerpläne der ÖVP. (Faksimile)
  • Der Rosenkrieg vor der Wahl ist eröffnet - und er wird "dirty". Doch die zweite Ehe winkt bereits.
  • weiter






Werbung