• vom 21.09.2012, 18:09 Uhr

Politik

  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Inseratenaffäre: Einvernahme zur Asfinag und die erste Absage


Von Kid Möchel

  • Ex-Asfinag-Vorstand Franz Lückler wird nicht im U-Ausschuss aussagen.

Wien.



Im Ermittlungsverfahren gegen Bundeskanzler Werner Faymann, Staatssekretär Josef Ostermayer und neun ÖBB- und Asfinag-Manager wegen fragwürdiger Inseratenaufträge lichten sich die Nebel. Doch das Strafverfahren kommt jetzt dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss in die Quere. Der frühere Asfinag-Vorstand Franz Lückler, der als "Sechstbeschuldigter" im Strafverfahren 32 St 41/11x geführt wird, wird am nächsten Mittwoch nicht vor den Parlamentariern aussagen.

"Aufgrund eines urlaubsbedingten Auslandsaufenthalts wird eine rechtswirksame Zustellung der Ladung an unseren Mandanten fristkonform nicht möglich sein", heißt es im Brief von Lücklers Anwalt Harald Christandl an den U-Ausschussvorsitzenden. Lückler habe volles Vertrauen in die österreichische Justiz, heißt es darin weiter, aber "bis zur rechtskräftigen Beendigung des Ermittlungsverfahrens bei der Staatsanwaltschaft Wien werde dieser von seinem Aussageverweigerungsrecht im U-Ausschuss Gebrauch machen". Das heißt im Klartext: Lückler wird einen Ersatztermin erhalten, aber schweigen. Zur Vollständigkeit: Der steirische Manager Lückler, die der ACstyria Autocluster GmbH lenkt, weist alle Vorwürfe in Sachen Inseratenvergabe zurück.

Werbemittel Gratiszeitung
Wie berichtet, sollen der frühere Verkehrsminister Faymann und sein damaliger Kabinettchef Ostermayer das ÖBB- und Asfinag-Management zu fragwürdigen Inseratenaufträgen vor allem an heimische Boulevardmedien veranlasst haben. Sie stehen im Verdacht der Verleitung zur Untreue - die Vorwürfe werden bestritten.

Dass es in der Ära Verkehrsminister Faymann - im Gegensatz zur Zeit seines Vorgängers Hubert Gorbach - eine Änderung der Asfinag-Werbestrategie gab, erklärte vor wenigen Tagen Asfinag-Vorstand Klaus Schierhackl der Staatsanwältin so: "Es sind 2006/07 diese ganzen Gratismedien, wie ,Heute‘, erschienen und es war einfach erforderlich, vermehrt mit Inseraten in die Öffentlichkeit zu treten, um ein positives Echo zu erzielen." Über die positive Darstellung der "Verkehrsbeeinflussung", meint Schierhackl, "hätte wohl kein Journalist geschrieben, ohne dass ein Inserat bezahlt worden wäre".

Schierhackl, der seit 1997 bei der Asfinag und seit Oktober 2007 Finanzvorstand ist, hatte laut eigenen Angaben selbst nichts mit der Inseratenvergabe zu tun.

Dass es zwischen den damaligen Asfinag-Chefs Christian Trattner, Franz Lückler, Mathias Reichold sowie Faymann und Ostermayer einen Riesen-Streit wegen der Inserate gab, wie ein Zeuge aussagte, davon weiß Schierhackl nichts. Trattner habe ihm aber von Spannungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat erzählt.

Schierhackl: "Der alte Vorstand im Jahr 2007 war sich untereinander nicht einig, es hat Spannungen zwischen den Vorständen gegeben, sodass es durchaus vorstellbar ist, dass ein Vorstand mit der Inseratenwerbung einverstanden war, ein anderer aber nicht."




1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-21 18:45:15


Nach der Wahl in Salzburg

ÖVP will über Pfingsten Varianten durchdenken

20130517has - APAweb/BARBARA GINDL Wien. Kommenden Dienstagabend soll im Parteipräsidium der ÖVP die Entscheidung fallen, mit welchen Parteien Koalitionsverhandlungen für die Bildung... weiter




An Erwin Pröll zerschellten alle Herausforderer

Blaues Erdbeben, schwarze Bastion

20130303_siegerbilder - APAweb / Hans Klaus Techt / Gert Eggenberger Wien. Rund 1,9 Millionen Wähler – 1,4 Millionen in Niederösterreich, 440.000 in Kärnten – haben am Sonntag über die Zusammensetzung der... weiter




Auch ÖVP-Vorstand stimmte zu

Drei-Parteien-Koalition SPÖ, ÖVP, Grüne in Kärnten besiegelt

20130326kaernt - APAweb/GERT EGGENBERGER Klagenfurt. Die Drei-Parteien-Koalition von SPÖ, ÖVP und Grünen in Kärnten ist besiegelt. Nach dem - erwarteten - Ja des ÖVP-Vorstandes zum... weiter



Werbung



Beliebte Inhalte



Auch SARS geht auf das Konto der Corona-Viren - APAweb / AP / Health Protection Agency
  • 41 Fälle weltweit, die Hälfte der Erkrankten starb.
  • weiter

Heinz-Christian Strache will Landesobfrau Barbara Rosenkranz per Unterschriftenliste absetzen. Fraglich ist, wie viele Mitstreiter sie noch mobilisieren kann. apa/Techt, Artinger
  • Unter niederösterreichischen FPÖ-Politikern kursiert Unterschriftenliste gegen Chefin; angeblich schon Mehrheit für Ablöse.
  • weiter

Auch wenn Teilergebnisse gefeiert wurden, das Gesamtergebnis verursacht bei den meisten Fraktionen eher Katerstimmung. - APAweb / Herbert Neubauer
  • Mandatsgewinne vor allem für kleiner Gruppierungen
  • TU Graz schaffte Auszählung nicht
  • weiter

Erhöhte Radioaktivität wurde bei der "Alten Chemie" der Universität Innsbruck gemessen. - APAweb / dpa, Marc Müller
  • Ursache vorerst unklar - Mitarbeiter waren laut Verantwortlichen nicht betroffen.
  • weiter

Rosenkranz - es kann nur eine(n) geben: Strache (r.) entschied sich für Walter (l.). - apa/Pfarrhofer
  • Obfrau der FPÖ-Niederösterreich gibt nach und wechselt in den Nationalrat - auf Barbara folgt Walter.
  • weiter

Volksschulwand vorher (links) und nachher (rechts) - Bild: Andreas Praefcke An einer Volksschule in Wien mussten nach dem Protest der Mutter einer Schülerin die Kreuze in allen Klassenzimmern entfernt werden...weiter

Bundesheersoldaten vor der Krypta am Wiener Heldenplatz am 8. Mai 2013. - Stanislav Jenis
  • Faymann und Spindelegger betonen bei Festakt Mitverantwortung Österreichs und würdigen Widerstand.
  • weiter

Gabi Burgstaller geht, Wilfried Haslauer kommt. - Montage: red
  • Haslauer fährt schlechtestes ÖVP-Ergebnis der Geschichte ein, aber immer noch besser als jenes der SPÖ.
  • Das vorläufige Endergebnis: V 29 S 23,8 G 20,2 F 17 TS 8,3.
  • weiter

Am "Internationalen Tag der Pflege" haben sich die Seniorenvertreter von SPÖ und ÖVP für die Abschaffung des Pflegeregresses in der Steiermark ausgesprochen. - APAweb / Barbara Gindl
  • Frühere Angleichung des Frauenpensionsalters für Khol "keine aktuelle Frage"
  • weiter

Um eine "Versachlichung" der Debatte ums Bienensterben ist ÖVP-Chef Spindelegger bemüht. - APAweb / dpa / Karl-Josef Hildenbrand
  • Berlakovich: "Lösung der Vorwoche hat keine Akzeptanz gefunden"
  • weiter





Werbung