Wien. In der Industriellenvereinigung (IV) stößt der Experten-Aufruf für grundlegende Pensions-Reformen auf offene Ohren. "Die Symptombehandlung an unserem Pensionssystem reicht nicht mehr aus", erklärte IV-Präsident Georg Kapsch am Dienstag per Aussendung. Es brauche mutige Maßnahmen, und das sofort, drängte er.
Kapsch warnte davor, dass im 2060 23 Prozent des BIP für Pensionsausgaben aufgewendet werden müssten, wenn keine Radikalreform komme. Die könne auch "mehr Entscheidungsfreiheit" bringen: "Es spricht nichts dagegen, den Zeitpunkt des jeweiligen Pensionsantritts jedem freizustellen - die Höhe der Pension fällt dann aber auch dementsprechend aus." Prinzipiell hielt der IV-Präsident fest, dass es "neue, lebensphasengerechtere Arbeitsmodelle" brauche.
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