
Klagenfurt. Ein Rauchverbot im Auto wird seit Jahren intensiv debattiert. Nun wagt Kärntens SPÖ-Vorsitzender Peter Kaiser einen neuen Vorstoß: Wegen der Gefährdung durch Passivrauch aber auch durch erhöhte Unaufmerksamkeit im Verkehr soll ein neues Gesetz her, das den Tabakkonsum in Kraftfahrzeugen verbietet, fordert der Kärntner Gesundheitsreferent in einer Aussendung.
"Jedes Jahr passieren unzählige Unfälle aus Unachtsamkeit beim Hantieren mit Zigaretten, Pfeifen oder Zigarren. Dem nicht genug, sind mitfahrende Personen, insbesondere wehrlose Kinder, dem schädlichen Passivrauch ausgesetzt", wird Kaiser in der Aussendung zitiert.
Folglich bedürfe es nach Ansicht des SPÖ-Politikers nach dem Vorbild anderer Länder eines Gesetzes, den Tabakkonsum aus dem Auto gänzlich verbannt - unabhängig von Zahl oder Alter der Insaßen.
Verbotspläne im Sande verlaufen
Im vergangenen Jahr waren Pläne der EU-Kommission bekannt geworden, nach denen Rauchen im Kfz dann verboten werden sollte, wenn Kinder mitfahren. Wegen der - laut einer Erhebung der Britischen Ärztevereinigung - im Auto bis zu 23-fach erhöhten Belastung durch Passivrauch wären diese besonders gefährdet. Die Bemühungen Brüssels verliefen damals jedoch im Sande.
Auch Gesundheitsminister Alois Stöger sprach sich damals gegen ein Verbot aus: "Amerikanische Verhältnisse mit Verboten, die nichts bringen und nicht zu kontrollieren sind, wollen wir nicht", so der SPÖ-Politiker damals.
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