Klagenfurt. Mit Rücktrittsaufforderungen haben am Sonntag auch die Vertreter der slowenischen Volksgruppe in Kärnten auf APA-Anfrage auf die umstrittenen Aussagen von FPK-Landesrat Harald Dobernig reagiert. Am Samstag hatte dieser die Ortstafellösung als "Einstiegsdroge" bezeichnet und den Kärntner Slowenen abgesprochen, "echte Kärntner" zu sein - und am Sonntag teilweise einen Rückzieher gemacht.
Marjan Sturm vom Zentralverband der slowenischen Organisationen bezeichnete die Aussagen Dobernigs als "absurd". "Dieser Mann ist rücktrittsreif. Mehr kann ich dazu nicht sagen, der muss zurücktreten", so Sturm. Der Slowenenvertreter und Anwalt Rudi Vouk sagte: "Es ist erstaunlich, dass jemand, der so borniert ist, Landesrat sein kann. Es ist höchste Zeit für einen Rücktritt - sei es, weil ihn die Justiz dazu zwingt, sei es, wegen solcher Aussagen. Kärnten hat sich etwas Besseres verdient, als Politiker mit so dicken Brettern vor dem Kopf."
Auch Bernard Sadovnik von der Gemeinschaft der Kärntner Slowenen übte Kritik an Dobernigs Aussagen. Er sagte zur APA: "Das widerspricht dem Geist der Vereinbarung, die wir letztes Jahr mit der Ortstafellösung getroffen haben. Es widerspricht auch dem Vermächtnis des 10. Oktober, wo es eine gemeinsame Einigung für die Kärntner Heimat gab. Für solche Äußerungen ist heute kein Platz mehr."
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