• vom 22.10.2012, 10:42 Uhr

Politik

Update: 22.10.2012, 13:15 Uhr
  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (6)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Schon wieder: BZÖ-Abgeordneter wechselt zu Stronach

BZÖ bringt Strafanzeige gegen Stronach ein



  • Stronachs Parlamentarier wollen heute noch Antrag auf Klubgründung einbringen.
  • Stefan Markowitz geht zur "One-Man"-Partei.

Einen hab ich noch: Das Team um Frank Stronach wird größer und wieder wechselt ein BZÖ-Abgeordneter die Seiten.

Einen hab ich noch: Das Team um Frank Stronach wird größer und wieder wechselt ein BZÖ-Abgeordneter die Seiten.APAweb/Jäger Einen hab ich noch: Das Team um Frank Stronach wird größer und wieder wechselt ein BZÖ-Abgeordneter die Seiten.APAweb/Jäger

Lange schon wurde spekuliert, nun ist es fix: Der Kärntner BZÖ-Mandatar Stefan Markowitz, der schon länger als unsicherer Kandidat gilt, wurde als neues Mitglied im "Team Stronach" präsentiert.

Dies hat insofern Bedeutung, als die Stronach-Truppe nun fünf Mandatare beisammen hat, die bei der letzten Nationalratswahl auf der selben Liste kandidiert haben. Davon verspricht man sich die Zuerkennung des Klubstatus, was nicht nur finanzielle Vorteile hätte, sondern auch mehr parlamentarische Rechte und nicht zuletzt wohl vor der Wahl die Teilnahme an den TV-Duellen im ORF brächte.

Entscheidung liegt im Parlament  
Das "Team Stronach" beruft sich dabei auf die Gründung des aus der FPÖ hervorgegangenen "Liberalen Forums", dem vom damaligen Nationalratspräsidenten Heinz Fischer im Jahr 1993 der Klubstatus zuerkannt worden war. Auch damals hatten sich fünf Abgeordnete zusammengefunden.

Ob die Fälle nun direkt vergleichbar sind, ist umstritten. Die ÖVP tendiert - wie zuletzt Klubchef Karlheinz Kopf im "Kurier" - dazu, angesichts des Präzedenzfalls LIF dem Stronach-Team den Klubstatus zu gewähren. Seitens des SPÖ-Klubs wird hingegen angeregt, erst einmal abzuwarten, wie das vom BZÖ angestrengte Verfahren gegen Stronach wegen des Abwerbens seiner Klubmitglieder ausgeht.

Während die Grünen im Gegenleistung für den Klubstatus eine Art Ehrenerklärung der Stronach-Abgeordneten wollen, dass sie nicht eingekauft wurden, lehnt das BZÖ eine entsprechende Zulassung als Fraktion überhaupt ab. Am Zug wäre letztlich Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (S), die sich mit den anderen Präsidenten und Klubobleuten beraten will.

Ganz einfach stellt sich der Fall für den Verfassungsjuristen Heinz Mayer dar: Der Klubstatus für das Team Stronach bedarf seiner Meinung nach keiner langwierigen Prüfung. Die nunmehr fünf ehemaligen BZÖ-Abgeordneten könnten "jederzeit einen neuen Klub gründen": "Da hat niemand etwas zu entscheiden, zu genehmigen oder festzustellen - die schließen sich zusammen und geben das der Präsidentin bekannt", meint der Verfassungsjurist.

Lugar kündigt eidesstattliche Erklärung an

Der Abgeordnete Robert Lugar erklärte, dass vom "Team Stronach" noch heute im Parlament der Antrag auf Klubgründung eingebracht werde. Er gehe davon aus, dass Prammer in ihrer Entscheidung "nicht allzu viel Spielraum" für die Anerkennung des Klubstatus habe. Die Mandatare des Team Stronach werden auch noch eine eidesstattliche Erklärung unterzeichnen, kündigte Lugar an. Darin wollen sie klarstellen, weder Geld erhalten noch irgendjemanden angeboten zu haben. Auch Markowitz versicherte, von Stronach kein Geld für seinen Wechsel erhalten zu haben. Als Motiv gab er an, in Österreich etwas verändern zu wollen.




Schlagwörter

Team Stronach, BZÖ

1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-22 10:43:19
Letzte Änderung am 2012-10-22 13:15:57


Weiter straffer Zeitplan

Starke erste Wochenhälfte für Salzburger Koalitionsverhandler

20130527koal - APA/FRANZ NEUMAYR Salzburg. In den Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer neuen Salzburger Landesregierung stehen den Vertretern von ÖVP... weiter




An Erwin Pröll zerschellten alle Herausforderer

Blaues Erdbeben, schwarze Bastion

20130303_siegerbilder - APAweb / Hans Klaus Techt / Gert Eggenberger Wien. Rund 1,9 Millionen Wähler – 1,4 Millionen in Niederösterreich, 440.000 in Kärnten – haben am Sonntag über die Zusammensetzung der... weiter




Auch ÖVP-Vorstand stimmte zu

Drei-Parteien-Koalition SPÖ, ÖVP, Grüne in Kärnten besiegelt

20130326kaernt - APAweb/GERT EGGENBERGER Klagenfurt. Die Drei-Parteien-Koalition von SPÖ, ÖVP und Grünen in Kärnten ist besiegelt. Nach dem - erwarteten - Ja des ÖVP-Vorstandes zum... weiter



Werbung



Beliebte Inhalte



Aufschrei: E. Dönmez - apa
  • Bundesrat Dönmez: "One-Way-Ticket" für alle Pro-Erdogan-Demonstranten.
  • weiter

Wo bleibt der Nachwuchs? Der ÖGB hat Mühe, mit der Jugend in Kontakt zu treten. - apa/Newald
  • Der Strukturwandel erschwert es der Gewerkschaft zunehmend, die Jugend anzusprechen.
  • Nur jeder Dritte ist bei der Gewerkschaft.
  • weiter

  • Bundesgeschäftsführer Wallner weist Aussage "auf das Schärfste" zurück.
  • weiter

  • Verhandlungen mit Investoren ziehen sich; Hoffnung auf ausländische Banken.
  • weiter

Großbaustelle Alpine: Der Konzern braucht dringend frisches Geld, weil der Verkauf von Familiensilber nicht geklappt hat. - apa/Neumüller
  • Am Montag Krisengipfel mit Banken, Kurse der Firmenanleihen tief im Keller.
  • weiter

WEGA-Beamte erschossen in Wien einen Mann. - APAweb / APA, Georg Hochmuth
  • 52-Jähriger war mit Messer auf Beamten losgegangen
  • weiter

Österreich hat mit dem Abzug seiner UN-Soldaten von den Golan-Höhen begonnen, am heutigen Mittwoch kehren die ersten Blauhelme zurück. - reuters
  • Der Golan als Beispiel, dass UN-Missionen künftig härter werden.
  • weiter

Erfahrung sammeln: Das sollen künftige Allgemeinmediziner in Ordinationen. Aber die Ärztekammer kritisiert, dass sechs Monate Praxis zu kurz sind. - fotolia
  • Ärztekammer übt heftige Kritik: Lehrpraxen müssen bezahlt werden.
  • weiter

Darf’s ein bisserl mehr sein? Gebühren für Abwasser, Müllabfuhr, Parken als Wahlkampfthema wien.gv.at/Houdek, wien.gv.at/feel image, apa
  • ÖVP will "Gebührenlawine" stoppen; die SPÖ wirft ihr Einseitigkeit vor.
  • weiter

Bundeskanzler Faymann (r.) steht der Gewerkschaft näher als sein Vorgänger Alfred Gusenbauer. Doch im Wahljahr kann er ÖGB-Chef Foglar (l.) bei heiklen Themen nicht den Vortritt lassen. 2 apa/2 dpa/1 fotolia
  • SPÖ sagt die sechste Urlaubswoche ab und lässt die Gewerkschaft damit alleine.
  • weiter






Werbung