• vom 07.12.2012, 14:09 Uhr

Politik

Update: 07.12.2012, 17:24 Uhr

Waldviertler

"Waldviertler" ziehen gegen die FMA auf die Straße




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  • Schuhproduzent Staudinger mobilisierte gegen Aufsichtsbehörde
  • 500 Demonstranten vor dem Parlament.

Wien. - Über 500 Sympathisanten des "Waldviertler"-Schuhproduzenten Heini Staudinger (Fa. GEA) haben sich vor dem Parlament eingefunden um gegen die Strafbescheide der Finanzmarktaufsicht (FMA) zu demonstrieren. Die FMA geht gegen den GEA-Chef wegen unerlaubter Bankgeschäfte vor, weil dieser drei Mio. Euro von Freunden und Kunden eingesammelt hat um damit zu expandieren. Die Geldgeber bekommen ihr Darlehen mit vier Prozent verzinst.

"Die Banken glauben, sie haben das Monopol auf unser Geld", wetterte Staudinger vor seinen Anhängern gegen das bestehende System. Er erinnerte daran, dass die Banken "Milliarden versenkt" hätten und fragte in Richtung der Aufsichtsbehörde: "FMA, wo ist das Geld?".

Polizeieinsatz gegen "Weltenwanderer"
Für Aufregung sorgte ein Polizeieinsatz am Rande der Veranstaltung - und zwar gegen "Weltenwanderer" Gregor Sieböck, der von der GEA-Produktionsstätte im Waldviertler Schrems gemeinsam mit letztendlich 20 Begleitern 160 Kilometer nach Wien gewandert war um Staudinger zu unterstützen. Vor der Protestkundgebung vor dem Parlament wollte er noch persönlich die FMA-Führung zu der Veranstaltung einladen, scheiterte aber am Sicherheitsdienst der Behörde.

Seinen Angaben zufolge stufte dieser seinen Wanderstock als "Terrorwaffe" ein und verständigte die Polizei. "Jemand hat mit einem Stock eine Türe in unserem Eingangsbereich blockiert, um diese offen zu halten", sagte ein FMA-Sprecher zur APA.

"Anti-Terror-Einsatz" Einsatz
Die Demonstranten sind dann laut Sieböck von der Wiener Sondereinheit WEGA auf dem Weg zum Parlament angehalten worden. Die Polizei soll von einem "Anti-Terror-Einsatz" Einsatz gesprochen haben und die Personalia der Wanderer aufgenommen haben. Sieböck machte sich daraufhin vor den Demonstranten Gedanken darüber, wie es wohl dem Nikolaus ergangen wäre, wenn er samt Stock bei der FMA aufgetaucht wäre.

Polizei und FMA relativierten die Aussagen auf APA-Anfrage. Die Wanderer seien zwar des Gebäude verwiesen und ihre Personalien festgestellt worden, von einem "Anti-Terro-Einsatz" sei aber nie die Rede gewesen. Die ganze Aktion sei friedlich verlaufen - ohne Verletzte, ohne Sachbeschädigungen.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2012-12-07 14:10:59
Letzte Änderung am 2012-12-07 17:24:19


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