• vom 25.09.2013, 17:37 Uhr

Politik

Update: 25.09.2013, 19:55 Uhr

Pensionen

Aus früher muss später werden




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Von Simon Rosner

  • Studie zu "versteckter Arbeitslosigkeit"
  • Anhebung des Pensionsantrittsalters könnte mehr Arbeitslosigkeit bedeuten.

In Österreich gehen die Uhren ein wenig anders, zumindest was das faktische Pensionsantrittsalter betrifft.

In Österreich gehen die Uhren ein wenig anders, zumindest was das faktische Pensionsantrittsalter betrifft.© Corbis/Neil Emmerson In Österreich gehen die Uhren ein wenig anders, zumindest was das faktische Pensionsantrittsalter betrifft.© Corbis/Neil Emmerson

Wien. Die Arbeitslosenquote war in diesem Wahlkampf eine der Hauptdarstellerinnen. Und das liegt nicht nur an der Bedeutung des Themas Arbeit, sondern auch daran, dass die Arbeitslosenquote ein recht elastischer Begriff ist. Und so dehnten und zerrten alle wahlwerbenden Parteien an dieser Quote, um ihre teils sehr unterschiedlichen Positionen argumentativ zu unterfüttern.


So war von "Wir haben die geringste Arbeitslosenquote in der EU" bis "Wir haben eine Rekordarbeitslosigkeit" alles dabei, und alles ist auch richtig. Irgendwie. Die Agenda Austria, ein kürzlich gegründeter wirtschaftsliberaler Thinktank um den "Presse"-Journalisten Franz Schellhorn, hat nun eine Studie präsentiert und damit eine weitere Zahl eingeworfen, jene der "versteckten Arbeitslosen".

Ermittelt wurde die Anzahl jener Personen, die derzeit nicht in Beschäftigung sind, aber in einer Phase der Hochkonjunktur eine Stelle hätten. Insgesamt wäre mit dieser Berechnung die Quote im ersten Quartal 2013 nicht bei 5,1 Prozent gelegen, wie es Eurostat ermittelt hatte, sondern bei 10,3 Prozent. Nicht jeder, der keiner Beschäftigung nachgeht, ist auch arbeitslos gemeldet. Genau dazwischen liegt die nationale Berechnungsmethode, in die auch Schulungsteilnehmer einfließen, da liegt die Quote bei 7 Prozent.

Über die Sinnhaftigkeit dieser Schulungen wird regelmäßig diskutiert, so etwa auch am Dienstag in der ORF-Wahlkonfrontation zwischen Bundeskanzler Werner Faymann und Michael Spindelegger. Der ÖVP-Chef hatte sinngemäß gesagt, das Arbeitsmarktservice (AMS) solle seine Gelder weniger für Schulungen und dafür mehr für die Förderung von Kleinunternehmen ausgeben. Konkret sollten die Lohnnebenkosten für den ersten oder auch zweiten Mitarbeiter übernommen werden, weil das direkt Arbeitsplätze schaffe.

Auf Nachfrage bei AMS-Chef Johannes Kopf verweist dieser auf eine bereits bestehende Förderung, bei der ein Unternehmer die Lohnnebenkosten pauschal vergütet bekommt, und zwar für den ersten Mitarbeiter für ein Jahr. Neu wäre es, die Förderung auf den zweiten Mitarbeiter auszudehnen. Außerdem könnte es sinnvoller sein, wenn sich der Dienstgeber die Lohnnebenkosten nicht später vom AMS zurückholt, sondern gar nicht erst bezahlt. Die jetzige Lösung ist für Kleinunternehmer relativ bürokratisch, was wohl ein Grund ist, warum 2012 nur 690 Personen auf diese Art vom AMS gefördert wurden.

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Dokument erstellt am 2013-09-25 17:42:06
Letzte Änderung am 2013-09-25 19:55:01




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