• vom 01.10.2013, 18:19 Uhr

Politik

Update: 01.10.2013, 18:32 Uhr

Frank Stronach

"Dann geh’ ich eigene Wege"




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Von Clemens Neuhold

  • Hans Mayr, Chef des Salzburger Team Stronach, über die wilden Jobrochaden und seine Zukunft
  • Heftiges "Hire and Fire" nach der Wahl stellt Team Stronach vor Zerreißprobe.

Böser Blick nach Wien: Salzburgs Mayr ist empört über die Rochade von Lugar zu Nachbaur an der Klubspitze. In Niederösterreich wurde Kritikerin Kaufmann-Bruckberger abmontiert. apa/Collage

Böser Blick nach Wien: Salzburgs Mayr ist empört über die Rochade von Lugar zu Nachbaur an der Klubspitze. In Niederösterreich wurde Kritikerin Kaufmann-Bruckberger abmontiert. apa/Collage Böser Blick nach Wien: Salzburgs Mayr ist empört über die Rochade von Lugar zu Nachbaur an der Klubspitze. In Niederösterreich wurde Kritikerin Kaufmann-Bruckberger abmontiert. apa/Collage

Wien. Im Team Stronach geht es nach dem bescheidenen Abschneiden bei den Wahlen drunter und drüber. Mit 5,7 Prozent liegt die Partei des austro-kanadischen Konzern-Gründers weit unter den Erwartungen. Wie sonst eher in US-Konzernen üblich, setzt nun ein heftiges Hire & Fire ein. Wahlkampfleiter Tillman Fuchs, einst Vorstand des Privat-Senders "ATV", muss gehen, ebenso die renitente Landesobfrau in Niederösterreich, Elisabeth Kaufmann-Bruckberger. Sie soll per Fax durch die bisher unbekannte Stronach-Angestellte Renate Heiser-Fischer ersetzt worden sein. Den Job als Landesrätin kann Kaufmann-Bruckberger allerdings niemand wegnehmen. In Tirol hieß es gerüchteweise, das Büro würde überhaupt aufgelöst. Landesparteichef Walter Jenewein bestätigt auf Nachfrage nur "Sparmaßnahmen". Das heftigste Gerangel tobt um die Nummer zwei hinter Stronach. Hier soll dessen engste Vertraute und Assistentin, Kathrin Nachbaur, bereits als Nachfolgerin von Klubchef Robert Lugar feststehen.

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In den Ländern wird gegen die Nacht- und Nebelaktionen ohne Einbindung der Gremien heftig protestiert. Nicht offen, aber hinter vorgehaltener Hand. Kenner der Partei halten sogar eine Revolte gegen Nachbaur für möglich. In Niederösterreich putschte die Partei schon einmal gegen einen Klubchef, den Stronach einsetzte.

Der 34-jährigen Nachbaur, die lange in Kanada lebte, sprechen Kritiker die Erfahrung für anstehende Koalitionsverhandlungen ab. Warum sich jetzt alles überschlägt, hat einen einfachen Grund: Frank Stronach fliegt noch diese Woche nach Kanada und muss bis Jahresende dort bleiben, sonst verliert er seinen Status als kanadischer Steuerbürger. Er soll nur noch kurz zur Angelobung des Parlaments kommen, ist zu hören. Stronach will dabei sein Abgeordnetenmandat annehmen und Parlamentarier werden. Von der Geschäftsordnung her kann er sich aber in Ausschüssen vertreten lassen. Nur bei großen Plenarsitzungen herrscht Anwesenheitspflicht. Dort muss er aber nur alle zwei Monate erscheinen. Denn erst nach einem Monat gibt es eine Ermahnung und nach zwei Monaten ein Mandatsaberkennungsverfahren. Im Krankheitsfall genügt die Übermittlung einer ärztlichen Bestätigung, erklärt Parlamentarismus-Experte Werner Zögernitz. Er kann sein Mandat auch vorübergehend zurücklegen und wieder annehmen.

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Dokument erstellt am 2013-10-01 18:23:04
Letzte Änderung am 2013-10-01 18:32:04



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