• vom 01.10.2013, 18:19 Uhr

Politik

Update: 01.10.2013, 18:32 Uhr

Frank Stronach

"Dann geh’ ich eigene Wege"




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (9)
  • Drucken
  • Leserbrief





Böser Blick nach Wien: Salzburgs Mayr ist empört über die Rochade von Lugar zu Nachbaur an der Klubspitze. In Niederösterreich wurde Kritikerin Kaufmann-Bruckberger abmontiert. apa/Collage

Böser Blick nach Wien: Salzburgs Mayr ist empört über die Rochade von Lugar zu Nachbaur an der Klubspitze. In Niederösterreich wurde Kritikerin Kaufmann-Bruckberger abmontiert. apa/Collage Böser Blick nach Wien: Salzburgs Mayr ist empört über die Rochade von Lugar zu Nachbaur an der Klubspitze. In Niederösterreich wurde Kritikerin Kaufmann-Bruckberger abmontiert. apa/Collage

Wie viel Rückhalt hat Nachbaur dann im "Team ohne Stronach"? Über die Turbulenzen sprach die "Wiener Zeitung" mit dem Chef der Salzburger Landespartei, Hans Mayr, der mit den Grünen und der ÖVP regiert.

"Wiener Zeitung": Wie sehen Sie die aktuellen Entwicklungen? Im Bund wird Lugar durch Nachbaur ersetzt, in Niederösterreich die Obfrau Kaufmann-Bruckberger abgeschossen. Es scheint drunter und drüber zu gehen.

Hans Mayr: Das ist die Party von Stronach um sein Geld. Auch in Salzburg hat er den Wahlkampf bezahlt. Aber andererseits habe ich dafür zwei Berufe aufgegeben, einen als Bankchef und einen als ÖVP-Bürgermeister von Goldegg. Viele andere haben ihre Existenz aufgegeben, im Vertrauen, Teil einer nachhaltigen Bewegung zu werden. Das eine ist das Geld, das andere sind die Menschen, die dahinter stehen. Ich habe große Probleme damit, dass Menschen so locker ausgetauscht werden. Das habe ich Frank Stronach am Telefon gesagt. Ich erwarte mir, dass die Länder eingebunden werden.

Was nicht der Fall war.

Genau.

Was halten Sie von Kathrin Nachbaur als Klubchefin?

Deren Bestellung ist durch und damit kann ich leben. Aber es hätte auch andere Alternativen gegeben. Das ganze Team hat sich bei der Nationalratswahl nicht besonders bewährt, sonst hätte es ein anderes Ergebnis gegeben. Nachbaur fehlt politische Erfahrung. Klubchef ist harte politische Arbeit. Darüber hätte man diskutieren müssen.

Lugar sollte bleiben?

Es gibt auch andere.

Wäre es möglich für die Salzburger, eigene Wege zu gehen?

Ich fühle mich Frank Stronach verpflichtet, aber wir stehen finanziell auf eigenen Beinen. Ich schaue mir das in Ruhe an, setze keine Panikaktionen. Ich hoffe, ich kann den Weg mit Stronach gehen. Aber wenn es hart auf hart kommt, gehe ich meine eigenen Wege. Denn selbst wenn ich als Parteiobmann abberufen würde, bleibe ich Landesrat. Und die drei Abgeordneten bleiben auch.

Aber wenn Stronach den Geldhahn abdreht und Darlehen fällig stellt?

Stronach hat den Wahlkampf bezahlt wie eine Spende. Jetzt sind wir selbständig. Da gibt es kein Darlehen, das wir zurückzahlen müssen.

Haben Sie Angst um Ihre Koalition in Salzburg mit Schwarz-Grün?

Nein, die Koalition läuft hervorragend. Die Partner wissen, dass auf uns Verlass ist. Ich habe begonnen, eine breite Parteibasis mit 250 Mitgliedern in 42 Orten aufzubauen. Und ich habe Bereinigungen gemacht, etwa, dass wir uns von Erich Tadler getrennt haben. Auch die Bundespartei muss sich auf eine breite Basis stellen. Sonst überlebt sie nicht.

zurück zu Seite 1




1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2013-10-01 18:23:04
Letzte Änderung am 2013-10-01 18:32:04



Österreich hat gewählt

Hier finden Sie die Ergebnisse aus allen Bundesländern
Zu den Ergebnissen


Werbung



Wissenswertes zur Nationalratswahl 2017 in unserem Live-Blog. Zum Wahl-Blog


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Von Wölfen umzingelt
  2. Der Rechtsradler
  3. Das Problem mit Sachleistungen
  4. Noch mehr Eurofighter?
  5. Die dunkle Seite der 24-Stunden-Betreuung
Meistkommentiert
  1. Schwaches Ergebnis für jüngste Parlamentschefin
  2. Richtung Russland
  3. Lichterkette um Regierungsviertel
  4. Strache verspricht "50 Prozent freiheitliche Handschrift"
  5. Das Problem mit Sachleistungen


Werbung


Werbung