• vom 25.03.2014, 16:36 Uhr

Politik

Update: 25.03.2014, 17:36 Uhr

Corporate Design

Kraut, Rüben und ein Logo




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Von Wolfgang Zaunbauer

  • Bei jedem Wechsel verpassen sich die Ministerien neuen Namen und Aussehen.



Wien. 100 Tage ist Familienministerin Sophie Karmasin im Amt - höchste Zeit, ihr Ressort für Familien und Jugend auch mit einer entsprechenden Website zu präsentieren. Unter www.bmfj.gv.at findet man diverse Informationen zu Dingen wie Familienförderung oder Kinderbetreuung - und natürlich auch zur Ministerin. Mit der Mischung aus Information und Bühne für die Ressortchefin fügt sie sich nahtlos in die Internetauftritte der übrigen Bundesministerien. Und noch etwas eint die Websites der Ministerien: Sie schauen alle komplett verschieden aus.

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Während zum Beispiel in Deutschland, dem Vereinigten Königreich oder den Niederlanden die Ministerien einen mehr oder weniger einheitlichen Auftritt haben, ziert Homepage und Briefpapier der heimischen Bundesministerien jeweils ein ganz eigenes Logo. Im Fall des Familienministeriums etwa sind es die in der Farbe Magenta zu einem Icon verbundenen Buchstaben F und J. Laut Aussendung des Ministeriums soll die Form an die Umarmung eines Kindes erinnern und für den Zusammenhalt in der Familie stehen.

Neues Haus, neues Logo
Ein neues Logo wurde nötig, weil das BMFJ ein neues Ministerium ist. Vorher waren Familie und Jugend im Wirtschaftsressort untergebracht. Das bisherige BMWFJ wurde allerdings im Zuge der letzten Regierungsbildung zum BMWFW (Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft) und musste seinen Auftritt (also das Logo, die Internet- und E-Mail-Adressen, sämtliche Briefköpfe und Schreibutensilien) ebenso ändern wie das Außenministerium. Das war vor der Wahl das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten und ist jetzt für "Europa, Integration und Äußeres" zuständig - wenigstens das Kürzel BMEIA blieb so erhalten. Auch alle anderen Ressorts - vom Kanzleramt über Verkehrs- und Finanz- bis hin zum Justizministerium - gehen optisch eigene Wege. Sehr eigene Wege.

"Kraut und Rüben - das trifft es ganz gut", sagt Stefan Bachleitner im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Für den Wildwuchs hat der Kommunikationsberater aus Wien auch eine ganz einfache Erklärung: Es fehlt eine übergeordnete Strategie. "Wenn es keine Vorgaben gibt, neigen Organisationsteile dazu, sich ein eigenes Logo zu basteln, um dem eigenen Bereich eine Identität zu geben. Die Ergebnisse seien zwar "nicht schlecht", sagt Bachleitner, "gäbe es aber eine zentrale Linie, hätte es sie nicht gebraucht".

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2014-03-25 16:41:07
Letzte Änderung am 2014-03-25 17:36:21



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