• vom 12.02.2016, 18:27 Uhr

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Frauen fordern Schutz vor Gewalt




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  • "One Billion Rising": Rückzugsräume für Frauen in Flüchtlingsheimen.

Wien. Das Thema Gewalt gegen Frauen ist noch längst nicht überholt - im Gegenteil. Mit der Flüchtlingswelle und nach den Silvesterübergriffen in Köln hat das Thema Aktualität gewonnen. Aber Gewalt gegen Frauen darf nicht auf Flüchtlinge fokussiert sein. Denn "90 Prozent der Gewalttäter an Frauen sind männlich, 80 Prozent sind Österreicher. Das ist also kein Problem, das durch die Migration eingeschleppt wurde", betonte Sonja Ablinger, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings am Freitag in einer Pressekonferenz des Vereines "One Billion Rising Austria". Dieser Verein macht am 14. Februar weltweit auf diese Thematik aufmerksam.

Frauen, die aus ihrer Heimat flüchten, sind besonders häufig mit Gewalt konfrontiert - auch in Zielländern wie Österreich. "Auf ihren Fluchtwegen und in den Unterbringungseinrichtungen muss ihnen besonderer Schutz gewährt werden", sagte Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments (Grüne).


Österreich hat die Istanbul-Konvention, die besagt, dass Migrantinnen und Asylwerberinnen auch durch Gesetze vor Gewalt zu schützen seien, zwar ratifiziert, sie sei aber zu wenig bekannt, kritisierte Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser. Problematisch seien beispielsweise unterschiedliche Gesetzgebungen in den Bundesländern. "Frauenhäuser dürfen nur in Salzburg und in Tirol Asylwerberinnen aufnehmen. In den anderen Bundesländern ist das nur für einen kurzen Zeitraum oder gar nicht möglich", erklärte sie.

Um asylsuchende Frauen und Mädchen vor Gewalt zu schützen, fordert Rösslhumer unter anderem die Schulung und Sensibilisierung von Mitarbeitern in Erstaufnahmezentren und Flüchtlingsunterkünften. Fehlende Rückzugsräume und mangelhafte Sanitäreinrichtungen verstärkten die Gefahr, Opfer sexueller Übergriffe zu werden. Flüchtlingsfrauen, die von häuslicher Gewalt betroffen seien, müssten ein eigenes Asylverfahren bekommen und dieses dürfe nicht an das Verfahren des Ehemannes gekoppelt sein, betonte sie.




Schlagwörter

Frauen, Gewalt, Flüchtlinge

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Dokument erstellt am 2016-02-12 18:29:02




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