• vom 21.06.2016, 17:26 Uhr

Politik

Update: 22.06.2016, 09:14 Uhr

SPÖ

Auf die Werte kommt es an




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Von Matthias Nagl

  • Oberösterreichs neue SPÖ-Chefin Birgit Gerstorfer glaubt, dass die Kombination aus Werten und Führung
  • die Partei wieder nach vorne bringt - auf Bundes- wie auf Landesebene.

Birgit Gerstofer ist zuversichtlich, dass sie traditionelle Wähler von der FPÖ zurückgewinnen kann.

Birgit Gerstofer ist zuversichtlich, dass sie traditionelle Wähler von der FPÖ zurückgewinnen kann.© apa/Fotokerschi.at/Hannes Draxler Birgit Gerstofer ist zuversichtlich, dass sie traditionelle Wähler von der FPÖ zurückgewinnen kann.© apa/Fotokerschi.at/Hannes Draxler

Linz. Birgit Gerstorfer hat die Wahl schon hinter sich. Am Wochenende wurde die bisherige AMS-Landeschefin mit 95,8 Prozent an die Spitze der SPÖ Oberösterreich gewählt. Die 52-Jährige setzt große Hoffnungen in Christian Kern, der am Samstag zum SPÖ-Chef gewählt wird.

"Wiener Zeitung":Frau Gerstorfer, wie der designierte Bundesparteiobmann Christian Kern kamen Sie als Quereinsteigerin an die Parteispitze. Ist es inzwischen ein entscheidendes Kriterium, nicht direkt aus der Partei zu kommen?


Birgit Gerstorfer: Das glaube ich nicht. In anderen Bundesländern haben wir seit Jahren stabile Parteiführungen.

Am kommenden Wochenende wird Christian Kern zum Bundesparteiobmann gewählt, Sie sind seit vergangenem Wochenende gewählt. Was erwarten Sie sich vom neuen Parteichef?

Es geht ganz klar um Erneuerung. Es geht um das Hinterfragen der Positionen innerhalb der SPÖ und der dort und da schon etwas antiquierten Strukturen und natürlich darum, die Werte, die die Partei vertritt, wieder salonfähig zu machen und darüber wieder Meinungshoheit zu gewinnen.

Sie haben bei Ihrer Antrittsrede davon gesprochen, nicht nur bis zur nächsten Wahl zu denken, sondern darüber hinaus. Hat die Partei so lange Zeit?

Die Werte der Partei haben schon seit Jahrzehnten ihre Berechtigung, und die werden sie auch in Zukunft haben. Wenn wir uns über die Werte der Partei unterhalten, muss man in sehr langen Zeiträumen denken. Wenn man über tagesaktuelle Themen redet, gibt es mittelfristige Zielsetzungen. Es braucht eine gute Mischung aus tagesaktuellen Themen, aber auch langfristigen Wertehaltungen der Partei. Wir sollten aufhören, darüber zu reden, warum man andere politische Akteure nicht wählen soll, sondern wir müssen darüber reden, was die Sozialdemokratie ausmacht, warum man sie wählen soll und muss.

Im Bund ist die SPÖ in der Regierung. Sie werden zwar auch in Oberösterreich ein Regierungsamt antreten, de facto hat die SPÖ in Oberösterreich aber auch eine Oppositionsrolle.

Das ist sicher etwas, das man gut gestalten muss. Denn um sich abzuheben, muss man bei gewissen Themen Oppositionspolitik machen, aktuell etwa bei der Diskussion um die Mindestsicherung.

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Dokument erstellt am 2016-06-21 17:29:05
Letzte nderung am 2016-06-22 09:14:04



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