• vom 30.11.2016, 17:19 Uhr

Politik


Extremismusprävention

Netzwerk gegen Radikalisierung in Gefängnissen




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    Salzburg. Der Verein "Derad", ein Netzwerk aus Islamwissenschaftlern, Politologen, Religionspädagogen und Sozialarbeitern, ist seit Februar mit der Extremismusprävention im Strafvollzug beauftragt. Laut Justizministerium saßen mit Stand 23. November insgesamt 56 Terrorverdächtige in Österreichs Gefängnissen, 31 davon in Untersuchungshaft. "Derad" führte bis dato Gespräche mit 63 Insassen, die aber nicht alle radikalisiert waren. "Da waren auch Abklärungsgespräche dabei", sagte der Wiener Pädagoge und Extremismus-Forscher und Vereinsmitglied Moussa Al-Hassan Diaw am Rande einer Extremismus-Tagung in Salzburg.

    Die Attentäter von Paris, die im Jänner 2015 den Anschlag auf die Redaktion der Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" verübt haben, hatten sich im Gefängnis kennengelernt und waren dort unter den Einfluss eines radikalen Islamisten geraten. Etwas, was Derad auch in heimischen Justizanstalten für möglich hält. "Besonders Dschihadisten, die aus den Kriegsgebieten in Syrien oder dem Irak heimkehren, könnten radikale Ideen und Ideologien auch im Gefängnis vermitteln. Wir kennen zumindest einen konkreten Fall, wo jemand extremistische Ideen während seiner Haftzeit auch übernommen hat", so Diaw. In der Arbeit von "Derad" sei der erste Schritt immer, Häftlingen die Gewaltbereitschaft zu nehmen.

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    Dokument erstellt am 2016-11-30 17:23:03



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