• vom 10.01.2017, 21:02 Uhr

Politik

Update: 11.01.2017, 09:40 Uhr

Niederösterreich

Erwin Prölls Privatstiftung auf dem Prüfstand




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  • Die Stiftung soll Subventionen in der Höhe von 1,35 Millionen Euro erhalten haben.

20161101Pröll

20161101Pröll© APAweb / Herbert Pfarrhofer 20161101Pröll© APAweb / Herbert Pfarrhofer

Wien/St. Pölten. Eine von Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) mit Spendengeldern zu seinem 60. Geburtstag dotierte Privatstiftung ist neuerlich ins mediale Blickfeld gerückt. Die Wiener Wochenzeitung "Falter" sieht den Landeschef in seiner am Mittwoch erscheinenden Ausgabe "in Erklärungsnot".

"Ziel dieser Stiftung ist eine Akademie für den ländlichen Raum", erläuterte Pröll-Sprecher Peter Kirchweger am Dienstag in einer Aussendung. "Die dafür vorgesehenen beschlossenen öffentlichen Gelder liegen in voller Höhe unangetastet auf Konten des Landes und der Stiftung." Letztere werde noch dazu "jährlich von einem gerichtlich bestellten unabhängigen Stiftungsprüfer geprüft". Es handle sich um eine "vor neun Jahren mit Privatspenden korrekt gegründete gemeinnützige - allgemein bekannte - Stiftung, die per Beschluss der NÖ Landesregierung jährlich gefördert wird", so Kirchweger weiter.

Information

Ziel der auf den Namen Prölls lautenden Stiftung sei eine Akademie für den ländlichen Raum, so der Sprecher des Landeshauptmanns.

Laut "Falter" flossen 1,35 Millionen in Pröll-Stiftung

Die Wiener Wochenzeitung ließ am Dienstag von "streng vertraulichen Akten aus dem Büro von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll" wissen, die veröffentlicht würden. Die Unterlagen seien von einem Whistleblower zugespielt worden. "Die Dokumente geben Einblicke in ein intransparentes feudalistisches System eines der mächtigsten österreichischen Politiker."

Laut "Falter" hat die "Dr. Erwin Pröll Privatstiftung" 1,35 Millionen Euro Subvention erhalten, 300.000 seien bereits ausbezahlt worden. Das bestätigte auch Kirchweger auf APA-Anfrage. Die Gelder seien auf den bekannten Konten vorhanden. Laut "Falter" hatten der nunmehrige Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) und seine Nachfolgerin als Landeshauptmann-Stellvertreter, Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), in den vergangenen neun Jahren für die Stiftung jährlich 150.000 Euro Subvention - insgesamt somit 1,35 Millionen Euro - beantragt. Der Wirtschaftsprüfer der Stiftung, Walther Schnopfhagen, sieht keine Unregelmäßigkeiten was die Dotierung und Verwendung der Gelder anbelangt. VP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner bezeichnete die Enthüllungen gar als "Fake-News".

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Dokument erstellt am 2017-01-10 17:33:05
Letzte nderung am 2017-01-11 09:40:02



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