• vom 29.03.2017, 10:06 Uhr

Politik

Update: 29.03.2017, 10:14 Uhr

EVP-Gipfel

Mitterlehner tritt für Schließung der Mittelmeer-Route ein




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Von WZ Online, APA

  • Vizekanzler will Schulterschluss bei EU-Grenzschutz - Treffen mit Juncker, Tusk und Merkel.

Der Vizekanzler und ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner bei einer PK der deutschen CSU.

Der Vizekanzler und ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner bei einer PK der deutschen CSU.© APAweb/dpa/Sven Hoppe Der Vizekanzler und ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner bei einer PK der deutschen CSU.© APAweb/dpa/Sven Hoppe

Wien/Valletta. ÖVP-Parteiobmann und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner reist mit einem Antrag zur Bekämpfung der illegalen Migration zum EVP-Kongress nach Malta. Bei dem zweitägigen Treffen will Mitterlehner einen Schulterschluss der europäischen Volksparteien zur Sicherung der EU-Außengrenzen erreichen. Begleitet wird Mitterlehner von Außenminister Sebastian Kurz und ÖVP-Generalsekretär Werner Amon.

"Wir müssen die illegale Migration nach Europa massiv eindämmen und die EU-Außengrenzen wirksam schützen, um die Freiheit nach innen zu bewahren", sagte Mitterlehner im Vorfeld des Treffens. "Dafür braucht es eine zeitgemäße Außen- und Sicherheitspolitik mit einem funktionierenden Asylsystem, EU-Grenzschutztruppen und EU-Asylzentren in Drittstaaten. Ich trete auch für die Schließung der Mittelmeer-Route ein", erklärte der ÖVP-Chef.

Stärkung der Außengrenzen und Asylzentren in Drittstaaten

Die ÖVP-Resolution, über die bereits am Mittwoch abgestimmt wird, umfasst drei Punkte: Erstens sollen nicht Schlepperbanden, sondern die EU und ihre Mitgliedsstaaten entscheiden, wem und wie vielen Menschen Schutz innerhalb der Staatengemeinschaft gewährt wird. Zweitens sollen die EU-Außengrenzen durch eine Stärkung der EU-Grenzschutzagentur Frontex und der gemeinsamen Grenzpatrouillen mit benachbarten Drittstaaten effektiv geschützt werden, um die Reisefreiheit nach innen aufrecht zu erhalten.

Drittens schlägt die ÖVP die Errichtung von EU-Asylzentren in Drittstaaten vor, in denen im Einklang mit europäischen Mindeststandards vor Ort über Asylanträge und die Verteilung von Menschen mit positivem Bescheid auf EU-Mitgliedsstaaten entschieden wird. Wird ein Asylantrag abgewiesen, so soll der Betreffende direkt vom Asylzentrum in sein Heimatland zurückgebracht werden.

Im Rahmen des zweitägigen EVP-Kongresses, zu dem neben EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani und EU-Ratspräsident Donald Tusk auch Staats- und Regierungschefs wie Angela Merkel, Mariano Rajoy oder Viktor Orban erwartet werden, geht es um Weichenstellungen zur Zukunft der Europäischen Union sowie um Fragen der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik, der Wirtschaft und der Digitalisierung. Mitterlehner trifft in Malta unter anderem EU-Kommissionspräsident Juncker und Ratspräsident Tusk. Geplant ist auch ein Gespräch mit Deutschlands Kanzlerin Merkel.

Im Vorfeld der Tagung hat die ÖVP auch ihre intern abgestimmte EU-Position vorgelegt, die einen Kurswechsel für Europa vorsieht. Bürokratieabbau, Sicherheit, Zuwanderungsbeschränkungen und interne EU-Reformen stehen dabei im Zentrum. Die Entwicklung in Richtung einer vertieften Sozialunion wird in der ÖVP als "Irrweg" gesehen.

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Dokument erstellt am 2017-03-29 10:10:09
Letzte nderung am 2017-03-29 10:14:50



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