• vom 05.07.2017, 13:01 Uhr

Politik

Update: 05.07.2017, 13:35 Uhr

Islamische Glaubensgemeinschaft

Studie schädigt den Ruf von Muslimen




  • Artikel
  • Kommentare (11)
  • Lesenswert (19)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA

  • Islamische Glaubensgemeinschaft: "Muslime dürfen nicht zum Spielball politischer Interessen gemacht werden".

Moschee des islamischen Zentrums in Wien. - © APA, afp, Joe Klamar

Moschee des islamischen Zentrums in Wien. © APA, afp, Joe Klamar

Wien. In der Debatte um die Kindergartenstudie von Islamwissenschafter Ednan Aslan meldet sich nun auch die Islamische Glaubensgemeinschaft zu Wort. "Musliminnen und Muslime dürfen nicht zum Spielball politischer Interessen gemacht werden", heißt es in einer Aussendung am Mittwoch. Die IGGÖ fordert nun eine rasche und umfassende Aufklärung der Vorgänge rund um die umstrittene Studie.

Laut IGGÖ handle es sich bei der Kindergartenstudie um eine vom Integrationsministerium bestellte Studie, "die gewissen politischen Interessen nutzbar gemacht werden sollte." Inhaltliche Änderungen seien vorgenommen worden, um "bestehende Ressentiments in Feindbilder" umzuwandeln. Äußerst bedenklich nennt die Glaubensgemeinschaft das Verhalten des Wissenschafters Aslan und des Integrationsministeriums, das die "Rufschädigung einer ganzen Bevölkerungsgruppe anzettelt."

Die IGGÖ begrüßt die wissenschaftliche Prüfung der Studie durch die Universität Wien. Weiters fordert die Glaubensgemeinschaft eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der frühkindlichen Bildung. Der IGGÖ selbst betreibt keine Kindergärten, ist jedoch als religiöse Vertretung der Muslime in der Erstellung eines Kriterienkatalogs für alle Wiener Kindergärten eingebunden.

Kern stellt sich hinter Kurz

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) hat sich am Mittwoch im Zusammenhang mit der von Beamten des Integrationsministeriums umgeschriebenen Kindergartenstudie des Islamwissenschafters Ednan Aslan hinter Minister Sebastian Kurz gestellt. Vor Journalisten zeigte sich der SPÖ-Vorsitzende überzeugt, dass der ÖVP-Obmann nicht persönlich in Manipulationen verwickelt sei.

Kern plädierte aber dafür, die Details und Fakten zu analysieren. Diese geschehe nun ohnehin mit der Überprüfung durch die Universität.





11 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-07-05 13:03:07
Letzte nderung am 2017-07-05 13:35:13



Österreich hat gewählt

Hier finden Sie die Ergebnisse aus allen Bundesländern
Zu den Ergebnissen


Werbung



Wissenswertes zur Nationalratswahl 2017 in unserem Live-Blog. Zum Wahl-Blog


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Österreich soll 300 Jesidinnen aufnehmen
  2. Wien-Lobbyist auf Abwegen
  3. Erste Aberkennungen bei Doppelpässen
  4. Im Schweigen vereint
  5. "Wo ist der digitale Airbag?"
Meistkommentiert
  1. Lichterkette um Regierungsviertel
  2. Richtung Russland
  3. Strache verspricht "50 Prozent freiheitliche Handschrift"
  4. Das Problem mit Sachleistungen
  5. Kneissl will Außenministerin werden


Werbung


Werbung