• vom 12.09.2017, 22:09 Uhr

Politik

Update: 12.09.2017, 22:33 Uhr

FPÖ

Zwischen Aufbruch und Untergang




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Von Daniel Bischof

  • FPÖ startete ihren Wahlkampfauftakt in Niederösterreich in Wiener Neustadt mit alten Parolen.

Die Begeisterung der Anwesenden hielt sich anfangs in Grenzen.

Die Begeisterung der Anwesenden hielt sich anfangs in Grenzen.© Daniel Bischof Die Begeisterung der Anwesenden hielt sich anfangs in Grenzen.© Daniel Bischof

Wiener Neustadt. Geht es nach so manchem Bewohner, ist Wiener Neustadt eine Stadt am absteigenden Ast. Eine Stadt, in der nichts Positives geschieht. Eine Stadt, die langsam abstirbt. Geht es nach den anderen, ist Wiener Neustadt ein aufsteigender Ort. Ein Ort, in dem sich einiges zum Guten wendet. Ein Ort, der wirtschaftlich aufblüht. "Eine Aufschwungsstimmung" gebe es in der Stadt, erzählt etwa ein Gastronom, der gleich beim Hauptplatz ein Lokal betreibt. Durch Baumaßnahmen werde die Innenstadt wiederbelebt. Neue Arbeitsplätze seien im Entstehen. Die Stadtregierung leiste gute Arbeit. "Der Bürgermeister ist ein Volltrottel, der nichts für das Volk macht", schimpft man hingegen in einem Beisl beim Stadtpark.

Es gebe zwar Arbeit, aber niemand wolle arbeiten. Nachts könne man angesichts der steigenden Kriminalität auch nicht mehr ausgehen: "Ab 22 Uhr sind nur mehr Trottel unterwegs", meint ein junger Mann. In Wiener Neustadt, einer Stadt, die zwischen Untergangs- und Aufstiegsstimmung hin- und hergerissen ist, veranstaltet die FPÖ am Dienstagabend ihren Landeswahlkampfauftakt in Niederösterreich.


Wiener Neustadt
als Blaupause

Mit allerlei Popsongs beschallen die Freiheitlichen bereits am Nachmittag den Hauptplatz der Stadt - einige italienische Schlager wie "Azzuro" sind zu hören. Bereits einige Zeit vor dem offiziellen Beginn versammeln sich ein Dutzende Menschen auf dem Platz. In Wiener Neustadt entwickle sich nichts zum Guten - so wie überhaupt auf dem ganzen Planeten, meint einer der Besucher. Für die Antwort auf die Frage, wen er denn wähle, holt er weit aus: "Wahlen sind nur da, um uns zu sagen, dass wir frei sind. Wir sind aber nicht frei. Es wird immer die unten und die oben geben." Er pausiert kurz und sagt dann: "Alles andere ist Blasphemie. "

Mit der Zeit füllt sich der Platz allmählich. Im überwiegend männlichen Publikum finden sich einige Familien mit Kindern. Zwei junge Mädchen mit Kopftuch halten einen blauen Ballon der "Freiheitlichen Wirtschaft" in die Luft. Nach einem mehr als einstündigem Aufritt einer Coverband wird das Publikum langsam unruhig. Bald geht es los, versichert die Band mehrmals, bevor sie weitere Hits wie "YMCA" oder "Country Roads" spielt.

Dann beginnen die Reden. Doch auch die Eröffnungsworte des Nationalratsabgeordneten Walter Rosenkranz lösen noch keine wahren Begeisterungsstürme in der Menge aus.

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Dokument erstellt am 2017-09-12 22:15:06
Letzte Änderung am 2017-09-12 22:33:05



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