• vom 29.09.2017, 13:03 Uhr

Politik

Update: 29.09.2017, 13:10 Uhr

EU-Digitalgipfel

Digitale Bildung bereits bei den Kleinsten




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA

  • Bundeskanzler Kern will schon im Kindergarten auf digitale Bildung setzen und Anreize für Start-ups setzen.

Bundeskanzler Christian Kern beim EU-Digitalgipfel in Talinn, hier mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Bundeskanzler Christian Kern beim EU-Digitalgipfel in Talinn, hier mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.© APA, BKA, Andy Wenzel Bundeskanzler Christian Kern beim EU-Digitalgipfel in Talinn, hier mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.© APA, BKA, Andy Wenzel

Tallinn/Brüssel. Das Gratis-Tablet für alle Mittelschüler war gestern: Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) will jetzt bereits im Kindergarten auf digitale Bildung setzen, wie er beim EU-Digitalgipfel in Tallinn vor österreichischen Journalisten sagte. "Wir sollten das Thema digitale Grundbildung schon im Kindergartenalter festschreiben", sagte der SPÖ-Chef.

Freilich sollen nicht schon Kleinkinder zum Programmieren angehalten werden, unterstrich Kern. "Es gibt viele Möglichkeiten, spielerisch damit umzugehen." Eine frühe digitale Grundbildung sei auch wichtig, den "Geschlechter-Gap" zu schließen, sagte er mit Blick auf das geringere Interesse von Mädchen für Technik und Computer. "Je früher man Mädchen damit konfrontiert, desto größer ist die Chance, dass sie später dabei bleiben", sagte der Vater von drei Söhnen und einer Tochter.

Anreize für Start-ups

Kern sprach sich auch dafür aus, Start-up-Unternehmen mit weiteren Anreizen in Österreich zu halten. Nach israelischem Vorbild sollen sie mehrere Jahre Steuererleichterungen für Umsätze bekommen, die sie mit ihren Erfindungen machen. Österreich habe derzeit nämlich eine "sehr gute Frühphasenfinanzierung" für solche Unternehmen, aber Schwierigkeiten, sie dann auch im Land zu halten. Bei den Auktionen für die fünfte Mobilfunk-Generation kann sich Kern vorstellen, "die Auktionen zu verändern". Demnach sollen die Unternehmen "überschaubare Preise" für die Frequenzen zahlen, sich aber zugleich verpflichten, Österreich flächendeckend mit der neuen Technologie (1 Gigabit Bandbreite) auszustatten.

Das international als "E"-Land bekannte Estland hat die Staats-und Regierungschefs der EU-Staaten nach Tallinn geladen, um sie auf eine gemeinsame Vision für ein "Digitales Europa 2025" einzuschwören. Dabei geht es um Cybersicherheit, die Vereinfachung von Behördenwegen durch elektronische Anwendungen, aber auch mehr Wachstum und Wohlstand.

Dabei geht es nicht nur darum, eine Handvoll IT-Techniker auszubilden, Roboter zu entwickeln und die Computerfirewalls zu verstärken. Laut einer Studie der EU-Kommission werden künftig neun von zehn Jobs digitale Fähigkeiten erfordern. Derzeit liegt diesbezüglich noch vieles im Argen. 44 Prozent der Europäer zwischen 16 und 74 Jahren fehlen grundlegende digitale Fähigkeiten. In Luxemburg seien es nur 14 Prozent, in Bulgarien sogar 74 Prozent. In Österreich liegt deutlich besser als der EU-Durchschnitt, mit nur 33 Prozent "digitalen Analphabeten".





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-09-29 13:05:08
Letzte nderung am 2017-09-29 13:10:30



Österreich hat gewählt

Hier finden Sie die Ergebnisse aus allen Bundesländern
Zu den Ergebnissen


Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Die Anwälte schlagen zurück
  2. Volle Konzentration auf die Krankenkassen
  3. Kurz sieht Verhandlungen auf der Zielgeraden
  4. Geplante Maßnahmen
  5. Grassers Anwalt zieht über Anklage her
Meistkommentiert
  1. Es darf geraucht werden
  2. 12-Stunden-Tag wird kommen
  3. "Spender haben Ziel erreicht"
  4. Regierungspakt zu Weihnachten
  5. Ist jedes Kind gleich viel wert?


Werbung


Werbung