• vom 29.09.2017, 16:15 Uhr

Politik


Gemeinderatswahl Burgenland

Das Burgenland wählt seine Bürgermeister




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  • Zwei Wochen vor der Nationalratswahl wird in 171 Gemeinden gewählt.

Das Schloss Esterházy in Eisenstadt.

Das Schloss Esterházy in Eisenstadt.© pure-life-pictures/stock.adobe.com Das Schloss Esterházy in Eisenstadt.© pure-life-pictures/stock.adobe.com

Wien. (jm/apa) Das Burgenland wählt im Herbst gleich doppelt. Zwei Wochen vor der Nationalratswahl finden am 1. Oktober die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen statt. Der Urnengang, der die politischen Verhältnisse in den 171 Gemeindestuben für die nächsten fünf Jahre bestimmt, hat schon am 22. September erstmals mit einem vorgezogenen Wahltag begonnen. Stimmberechtigt sind insgesamt 261.963 Personen, 31.058 haben bereits eine Woche davor von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.

Die Sozialdemokraten haben als Ziel formuliert, Bürgermeisterpartei bleiben und somit auch weiterhin die meisten Ortschefs stellen zu wollen. Derzeit gibt es in 87 Kommunen SPÖ-Bürgermeister, 13 davon sind Frauen. Dazu kommen 107 Vizebürgermeister und insgesamt 1496 Gemeinderäte. Hoffnungen setzt die Partei auf die Jugendkandidaten: Rund 140 unter 27-Jährige sollen nach dem Urnengang für die SPÖ in den Gemeindestuben sitzen.


Die ÖVP ist mit 78 Bürgermeistern und 89 Vizebürgermeistern auch auf kommunaler Ebene zweitstärkste Kraft. Auch sie setzt auf die Jugend: 1088 Kandidaten unter 35 Jahren bewerben sich um einen Sitz im Gemeinderat, 19 von ihnen treten als Spitzenkandidaten an. Rund 250 Mandate werden für diese Altersgruppe angepeilt, hieß es im Wahlkampf.

Kein Testlauf für 15. Oktober
Die FPÖ, die seit der Landtagswahl 2015 in der Landesregierung sitzt, ist derzeit in 50 Kommunen mit 78 Gemeinderäten vertreten. Beim Urnengang am Sonntag treten die Blauen in rund 60 Prozent der Orte an. Die FPÖ zeigt sich zuversichtlich, in mehreren Gemeinden in die Stichwahl einzuziehen.

Die Grünen, die vor fünf Jahren 27 Mandate erreichten, hoffen auf einen deutlichen Zuwachs. Das Bündnis Liste Burgenland versteht sich nicht als Partei, sondern als "Dachorganisation" für Namens- und Bürgerlisten - von dieser Sorte treten 53 an.

Da es um Gemeinderäte und Bürgermeister geht, sehen Experten in der Burgenlandwahl keinen Testlauf für den 15. Oktober. Wenn, nur "in geringem Maße" für die SPÖ, sagt OGM-Chef Wolfgang Bachmayer. Ihre Gemeinderäte seien gleich für die Nationalratswahl "gerannt". Ansonsten würden die Menschen zwischen Gemeinden, Land, Nationalrat und EU-Parlament unterscheiden, sagt der Meinungsforscher Peter Hajek. Die Bürgermeisterwahl sei ein Personenwahlkampf. Eine "mögliche Tendenz" für die Nationalratswahl könnte man nur dann ablesen, wenn die SPÖ "erdrutschartige Verluste" erlebt; aber auch darauf deute nichts hin.

Nicht nur vom Prognosefaktor, auch von der Größe her trägt das Burgenland nicht allzu viel zur Nationalratswahl bei: Es ist das Bundesland mit den wenigsten Wahlberechtigten. 232.740 Burgenländer dürfen am 15. Oktober mitentscheiden, das sind 3,6 Prozent der mehr als 6,4 Millionen Wahlberechtigten.




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Dokument erstellt am 2017-09-29 16:21:06




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