• vom 13.01.2018, 13:58 Uhr

Politik

Update: 13.01.2018, 15:00 Uhr

FPÖ

Neujahrstreffen mit scharfer Kritik an SPÖ

apa.at



  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von ce


    Die FPÖ hat am Samstag in Vösendorf ihr traditionelles Neujahrstreffen abgehalten - erstmals nach Koalitions-Eintritt. Im Gegensatz zur umfassenden Regierungs-Kritik der Vergangenheit wartete Parteichef Heinz-Christian Strache diesmal vor allem mit Angriffen gegen die "Jammersozialisten" auf. Nach dem "Versagen" der SPÖ werde nun die FPÖ die "soziale Wärme" wiederbringen, so Straches Versprechen.

    Stilistisch bot die Partei den (nach FPÖ-Angaben) rund 5.000 Besuchern in der Event-Location "Pyramide" Gewohntes. Die Haus-und Hof-Kapelle "John Otti Band" stimmte die Gäste ab 9.00 Uhr früh lautstark mit Schlagern wie "Sierra Madre", dem Donauwalzer oder den Gabalier-Gassenhauern "I sing a Liad für die" und "Hulapalu" auf die Ankunft der Parteispitze ein. Bei der Konsumation von Bier, Wein und Deftigem wurde wie üblich das Schwenken von Fahnen geprobt und dabei fleißig dem Tabakgenuss gefrönt - ganz im Sinne des liberalen Ansatzes der FPÖ bei der Rauchergesetzgebung.


    Strache und die freiheitliche Führungsmannschaft wurden dann unter bombastischen Klängen mit tosendem Applaus begrüßt. Nach den einleitenden Worten von FPÖ-Klubobmann und Niederösterreich-Parteichef Walter Rosenkranz nutzte der niederösterreichische Spitzenkandidat Udo Landbauer die Bühne, um für die anstehende Landtagswahl am 28. Jänner zu werben. Ziel sei es, die Absolute der ÖVP zu brechen und das beste blaue Landes-Ergebnis aus dem Jahr 2008 (16 Prozent) zu erreichen. Bemüht war Landbauer darum, den Unterschied zur Bundesebene hervorzustreichen: "Die ÖVP Niederösterreich hat das Schwarzsein erfunden, da gibt es von türkis keine Spur. Da ist kein Reformwille vorhanden."

    Von genau diesem Reformwillen in der ÖVP-FPÖ-Koalition schwärmte im Anschluss der (hörbar erkältete) Bundesparteiobmann, der unter lautstarken "HC"-Sprechchören die Bühne betrat. Seiner Partei sei es gelungen, was die SPÖ seit Jahren erfolglos versucht habe - nämlich die Menschen zu entlasten, meinte Strache.

    Überhaupt war Strache bemüht, seine Partei als die besseren Sozialdemokraten darzustellen: "Die sind die letzen zwölf Jahre gescheitert, haben soziale Kälte hinterlassen, wir werden soziale Wärme, Gerechtigkeit und Fairness in unserem Land zurückbringen." So würde etwa der geplante Familienbonus von 1.500 Euro Steuerentlastung pro Kind den "roten Faden der freiheitlichen Familienpolitik" darstellen. Damit soll das Ende der Erleichterungen aber noch lange nicht erreicht sein, versprach Strache und verwies etwa auf das Vorhaben, alle jenen, die 40 Jahre gearbeitet haben, eine Nettopension von mindestens 1.200 Euro zu ermöglichen. Auch eine Erhöhung des Pflegegeldes stellte Strache in Aussicht.

    weiterlesen auf Seite 2 von 3




    1 Leserkommentar




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2018-01-13 13:58:03
    Letzte nderung am 2018-01-13 15:00:31




    Werbung




    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Perfekt integriert - aber unerwünscht
    2. Gesichtserkennung in der Hofburg
    3. "Ich ärgere mich nicht"
    4. "Bislang ist Sebastian Kurz ein Medienphänomen"
    5. Innenminister richtet eigenen Grenzschutz ein
    Meistkommentiert
    1. Großdemo gegen die Regierung
    2. Perfekt integriert - aber unerwünscht
    3. Empörung über Kickl-Aussage
    4. Hartinger rudert zurück
    5. Innenminister richtet eigenen Grenzschutz ein


    Werbung


    Werbung