• Artikel vom 18.04.2011, 19:04 Uhr

Chronik

Update: 18.04.2011, 19:06 Uhr
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Mädchen aus dem Volk wird eine Windsor - Kate Middleton könnte ähnlich populär wie Lady Di werden

Eine Traumprinzessin für die Welt


Von Alexander U. Mathé und Michael Schmölzer
  • Kate und William haben weltweit wenig Konkurrenz.
  • Milliarden werden Hochzeit via TV verfolgen.
  • Wien/London. Wird Kate die neue Diana? Millionen Mädchen träumen weltweit davon, Prinzessin zu sein und mit ihrem Prinzen glücklich bis ans Ende ihrer Tage zu leben. Viele von ihnen werden sich diesen Traum bis weit ins erwachsene Alter bewahren. Mit dem Tod von Lady Diana verlor die Welt ihre letzte Traumprinzessin. Nun könnte Catherine "Kate" Middleton diese Lücke ausfüllen, wenn sie am 29. April um 11 Uhr Ortszeit in der Westminster Abbey in London mit Prinz William Mountbatten-Windsor vermählt wird.

Lady Di ist tot, es lebe Kate Middleton. Die Rolle der "Prinzessin der Herzen" war jahrelang unbesetzt. Foto: epa

Lady Di ist tot, es lebe Kate Middleton. Die Rolle der "Prinzessin der Herzen" war jahrelang unbesetzt. Foto: epa Lady Di ist tot, es lebe Kate Middleton. Die Rolle der "Prinzessin der Herzen" war jahrelang unbesetzt. Foto: epa

Lady Di, Williams Mutter, hatte alles, was es braucht, um eine "Prinzessin der Herzen" zu sein: Sie war jung, hübsch, stilsicher und charismatisch. Diese Eigenschaften bringt Kate Middleton ebenfalls mit - auch wenn sie mit 29 Jahren verhältnismäßig älter heiratet als Diana, die ihr Ja-Wort bereits im zarten Alter von 20 Jahren gab.

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Mit ihrer nicht-adeligen Herkunft erhöht Middleton den Identifikationsfaktor "normaler" Mädchen und nährt den Traum, eine reale Chance auf einen Prinzen zu haben und selbst zur Prinzessin zu avancieren. Auch bei Lady Di war man stets bemüht, das Mädchen, das eigentlich aus der Hocharistokratie stammte, als einfaches Mädchen von nebenan zu präsentieren, das von der Queen erst mühsam in Sachen höfisches Leben unterwiesen werden musste.

Im englischen Boulevard laufen bereits Vergleiche zwischen Kate und Diana, in denen Erstere sogar noch über die legendäre Princess of Wales gestellt wurde.

Und noch einen Vorteil hat Kate Middleton: Sie hat eine reine Weste vorzuweisen. In der Zeit zwischen Dianas Tod und Kates Hochzeit hat es an Prinzenhochzeiten nicht gemangelt. Doch stets gab es Faktoren, die die Prinzessinnen nicht ganz so märchenhaft erscheinen ließen, egal ob es sich dabei um eine bereits erfolgte Scheidung (Spanien), Ausschluss des Brautvaters von der Hochzeit (Niederlande) oder Kontakte ins Drogenmilieu und ein uneheliches Kind (Norwegen) handelte. Andere wieder wie Rania von Jordanien oder Mary von Dänemark waren und sind schlicht nicht ausreichend medial präsent. "Waity Katie" hingegen - so ein Spitzname (übersetzt etwa: die wartende Kathi) stand zwei Jahre lang in der Warteschleife zum Traualtar. Der Druck sei einfach zu groß gewesen, heißt es. Doch es brachte den Vorteil, dass Kate der breiten Allgemeinheit bereits bestens bekannt ist.

Neue Zwanglosigkeit

Kate Middleton dürfte es als Traumprinzessin im Endeffekt etwas leichter haben als Lady Di. Denn sie ist von so manchen Zwängen befreit. So sah sich etwa Dianas Onkel noch vor der Hochzeit genötigt, öffentlich zu erklären, dass seine Nichte noch Jungfrau sei. Unannehmlichkeiten dieser Art muss Kate nicht fürchten. So kursieren in den Medien etwa Fotos von ihr mit ihren Ex-Freunden. Alles völlig problemlos: Die wurden auch gleich zur Hochzeit eingeladen.

Man muss nicht von Adel sein, um mit einer Einladung für die noble Hochzeit bedacht zu werden. Auf der Gästeliste finden sich rund 1000 Personen aus dem Freundeskreis der Brautleute, angeblich sind Kate Middletons Briefträger ebenso wie der Besitzer des Pubs in dem Heimatort der Braut eingeladen. Der als "Mister Bean" bekannte Komiker Rowan Atkinson hat es ebenso bis zum Royal Wedding geschafft wie der Fußballer David Beckham und seine Frau Victoria. Vermutlich nicht eingeladen ist aber Williams Tante Sarah "Fergie" Ferguson. Die Ex-Frau von Charles Bruder Prinz Andrew ist das Enfant terrible der Royals und war zuletzt durch das Anhäufen von Schulden und Alkoholeskapaden aufgefallen. Da stellt sich die Frage, ob der trink- und rauflustige deutsche Skandalprinz Ernst August von Hannover vergeblich auf eine Einladung warten wird, auch wenn er die Bezeichnung "Prinz von Großbritannien und Irland" im Namen führt.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2011-04-18 19:04:00
Letzte Änderung am 2011-04-18 19:06:00

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