• Artikel vom 21.09.2011, 11:08 Uhr

Chronik

Update: 21.09.2011, 11:12 Uhr
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58 Prozent glauben an sie

Schutzengel als neue Religion


  • 27 Prozent halten sie für Fantasie.
  • 42 Prozent von höherer Macht überzeugt.

Linz. 58 Prozent der Österreicher glauben an Schutzengel. Für 27 Prozent gehören diese Wesen ins Reich der Fantasie, 15 Prozent sind unentschlossen. Das ergab eine IMAS-Umfrage, bei der 1009 Österreicher ab 16 Jahren persönlich interviewt wurden.

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Der Glaube an die Himmelsboten überwiege in allen Bevölkerungsgruppen, die Engel haben es demnach vor allem Frauen, Ober- und Westösterreichern angetan, gab das Institut bekannt. Bezweifelt werden die Wesen am ehesten von Männern, Maturanten und Akademikern sowie Angehörigen der sozialen Oberschicht, so IMAS.

Gefragt wurde auch, wie sehr die Menschen an eine höhere Macht glauben, die das Schicksal lenkt und das Leben bestimmt. 42 Prozent beantworteten diese Frage mit "sehr fest" oder "ziemlich fest". Weitere 30 Prozent sind "ein wenig" davon überzeugt, dass es etwas Derartiges gibt, nur 20 Prozent glauben gar nicht daran. Mit 57 Prozent sind die Anhängerinnen des Höheren bei den Frauen in der Überzahl. In Oberösterreich und den westlicheren Bundesländern sind die Menschen verglichen mit jenen in den anderen Landesteilen spiritueller: Im Land ob der Enns glauben 52 Prozent, im Westen 48 Prozent zumindest "ziemlich fest" an die Existenz einer höheren Macht, im Süden und Osten tun dies nur 41 Prozent.

ÖVP-Anhängern steht das höhere Sein mit 58 Prozent am nächsten, SPÖ (47 Prozent) und Grüne (43 Prozent) folgen. Von den FP- oder BZÖ-Wählern können nur 31 Prozent etwas damit anfangen. Untersucht wurde auch, ob und wie sehr der Glaube an Schutzengel mit jenem an die höhere Macht zusammenhängt: Für 97 Prozent jener Befragten, die sehr fest, und 90 Prozent, die ziemlich fest an eine spirituelle Macht glauben, existieren auch Schutzengel.

Alles in allem vermittelten die Umfragebefunde den Eindruck, dass es in der Bevölkerung abseits kirchlicher Bindungen und klerikaler Riten eine "obdachlose" Religiosität gebe, die in ihrer statistischen Verbreitung wahrscheinlich unterschätzt werde, schlussfolgerte das Institut.



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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2011-09-21 11:10:05
Letzte Änderung am 2011-09-21 11:12:07


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