• Artikel vom 06.02.2012, 11:30 Uhr

Chronik

Update: 06.02.2012, 11:40 Uhr
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Wegen Eis teilweise unpassierbar

Keine Schifffahrt mehr auf Donau


  • Schifffahrt in Deutschland und Bratislava gestoppt.
  • Altenwörth und Aschach in Österreich als erste betroffen.

Auch 2009 brachte Eis (hier ein nahe Bogen, Niederbayern) den Schiffverkehr auf der Donaud zum Erliegen. - APAweb / dpa - Bildfunk / Armin Weigel

Auch 2009 brachte Eis (hier ein nahe Bogen, Niederbayern) den Schiffverkehr auf der Donaud zum Erliegen. APAweb / dpa - Bildfunk / Armin Weigel

Wien. Zwar ist die Donau in Österreich erst an einzelnen Stellen wegen Eisbildung unpassierbar, da aber sowohl in Bratislava als auch in Deutschland nahe der österreichischen Grenze nichts mehr geht, kommt die Schifffahrt auf der Donau zum Erliegen. In Österreich stoppt das Eis die Schiffe in Altenwörth, auch die Schleuse Aschach ist gesperrt, sagte Reinhard Vorderwinkler von der obersten Schifffahrtsbehörde an Montag auf Anfrage der APA.

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Gesperrt werden Abschnitte oder Schleusen, wenn einzelne Schiffe nicht mehr durchkommen. "Der erste, der steckenbleibt, bekommt einen Eisbrecher, dann machen wir zu", so Vorderwinkler. Das habe sich als effizienteste Vorgangsweise bewährt, da sonst Schiffer protestieren, dass ihnen zu früh die Fahrt verweigert werde. Danach werde der Eisbrecher aber nur mehr ungern ausgeschickt. Denn durch den Eisbrecher werde Eis aufgetürmt, bei der Schmelze dauere es dann wesentlich länger, bis die Fahrrinne wieder frei ist: "Die Zeit, die sie sich vorher erwirtschaften, verlieren sie nachher dreifach beim Auftauen" formuliert es Vorderwinkler. Je gleichmäßiger die Eisdecke, desto einfacher ist es, das Eis nachher über die Kraftwerke abzuführen. Wie lange die Donau noch zu bleibt, darüber will Vorderwinkler nur ungern spekulieren. Sobald die Außentemperaturen wieder über Null liegen, wird jedenfalls das Eis "mürbe" und bricht wieder auf.

Im Rahmen des Üblichen
Vorerst ist die Situation aber im Rahmen des Üblichen. Die Donau wird im Winter häufig - wenn auch nicht jedes Jahr - wegen Eisbildung ein paar Tage gesperrt. Ungewöhnlich ist diesmal nur, dass es so schnell gegangen ist. Viel härter als das aktuelle Eis hat die Schiffer das Niedrigwasser der vergangenen Monate - am Rhein wie auf der Donau - getroffen. Damit kämpfen einige, weiß der Experte.

Das Leid der Schiffer ist aber noch lange keine Freude der Kinder, warnt Vorderwinkler. Um auf die Donau hinauszugehen ist das Eis viel zu dünn und auch wenn es noch länger kalt bleiben sollte, empfiehlt er, der Eisfläche fernzubleiben. "Ich würde noch sehr lange nicht auf die Donau gehen", wegen der Strömung entstehe ohnehin keine glatte Fläche zum Eislaufen.



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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-06 11:32:01
Letzte Änderung am 2012-02-06 11:40:22


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