• Artikel vom 16.02.2012, 10:16 Uhr

Chronik

Update: 16.02.2012, 12:40 Uhr
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Tirol und Vorarlberg im Schnee begraben

Güterzug entging am Arlberg knapp einer Katastrophe


  • Erhöhte Lawinengefahr im Westen.
  • Lawinen stoppen die Züge der ÖBB.

Zu viel Schnee für die Bahn: Die Arlbergstrecke ist wieder einmal gesperrt.

Zu viel Schnee für die Bahn: Die Arlbergstrecke ist wieder einmal gesperrt.APAweb / Thomas Murauer Zu viel Schnee für die Bahn: Die Arlbergstrecke ist wieder einmal gesperrt.APAweb / Thomas Murauer

Innsbruck/Bregenz. Alle Züge auf der Arlbergbahnstrecke stehen still, nachdem Lawinen am Donnerstag die Gleise blockiert haben. Wer unbedingt reisen müsse, kann laut ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel  mit dem ÖBB-Ticket ohne Aufpreis über Lindau - München - Salzburg mit den Zügen der Deutschen Bahn fahren, bis ein Schienenersatzverkehr über die ebenfalls gesperrte Arlberg-Schnellstraße (S16) eingerichtet werden könne. Die Sperre der S16 blieb bis Mittag aufrecht, dann wurde die Verbindung wieder frei gegeben.

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Laut Zumtobel ging am Mittwochabend gegen 18.40 Uhr bei Dalaas eine Lawine auf die Arlbergbahnstrecke ab. "Ein Güterzug konnte gerade noch vor dem Rutsch anhalten", sagte der Sprecher. Als klar war, dass es kein Weiterkommen geben würde, wurde der Zug mit einer Hilfslokomotive zunächst in den Bahnhof Dalaas und weiter in den Bahnhof Bludenz gezogen.

In der Folge fiel der Zugverkehr aus, zahlreiche Reisende strandeten in den Bahnhöfen Landeck und Bludenz. "Am Bahnhof Landeck waren es rund 200 Reisende, in Bludenz etwa 120 Personen", so Zumtobel. ÖBB-Mitarbeiter hätten sich gemeinsam mit dem Roten Kreuz und der Feuerwehr um die Menschen gekümmert. Wer nicht nach Hause zurückkonnte, sei für die Nacht in einer beheizten Zuggarnitur bzw. in Pensionszimmern untergebracht worden.

Inzwischen seien weitere Lawinen auf die Gleise abgegangen, daher werde die Unterbrechung am heutigen Donnerstag sicher aufrecht bleiben, erklärte der Sprecher. Nach einer Freigabe durch die Lawinenkommission müsse zunächst die Strecke freigefräst und auf Schäden kontrolliert werden, bevor der Zugverkehr wieder aufgenommen werden könne.

Vom Neuschnee betroffen war auch die Brixentalstrecke zwischen Wörgl im Bezirk Kufstein und Saalfelden in Salzburg. Grund waren Schneeverwehungen und ein liegengebliebener Güterzug, weshalb nur ein Gleis für die Zugfahrten zur Verfügung stand. Durch das Brixental müssten Verzögerungen bis zu einer Stunde eingerechnet werden, teilten die ÖBB mit.

Lawine erreicht Hotel

In Tirol hat eine Lawine hat Donnerstagvormittag eine Hotelzufahrt in Tirol verschüttet. Ersten Informationen nach soll die Straße bis zu zwei Meter von den Schneemassen begraben worden sein. "Alle Hotelgäste und Mitarbeiter sind im Haus", teilte die Leiterin des Alpenhotels St. Christoph, Elisabeth Wechselberger, gegenüber der APA mit. Die Zufahrt sei rund 100 Meter vom Gebäude entfernt.




Schlagwörter

ÖBB, Lawinengefahr

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-16 10:03:22
Letzte Änderung am 2012-02-16 12:40:11


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