• Artikel vom 16.02.2012, 16:18 Uhr

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Gefängnisbrand in Honduras: Zahl der Toten gestiegen


  • Präsident Lobo verspricht "transparente" Untersuchung.

Comayagua. Nach einem verheerenden Brand in einem Gefängnis in Honduras liege die endgültige Zahl der Todesopfer bei 355, sagte am Donnerstag der Sprecher des Ministeriums für öffentliche Angelegenheiten, Melvin Duarte. Mehrere Verantwortliche des Justizvollzugs wurden entlassen, um eine korrekte Untersuchung der Ursachen zu ermöglichen.

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"Die Wachen haben die Tür nicht geöffnet", sagte der 69-jährige Leonidas Medina, der in einem Krankenhaus von Comayagua seinen umgekommenen Sohn betrauerte. "Sie wären nicht gestorben, wenn nur die Türen geöffnet worden wären."

Die meisten Todesfälle waren nach Auskunft des Leiters des Justizvollzugs, Danilo Orellana, auf Ersticken zurückzuführen. In der ersten Aufregung glaubte ein Teil der Wachen offenbar zunächst an eine Gefangenenmeuterei.

Aus der Haftanstalt wurden laut Duarte 353 Leichen geborgen. Außerdem seien zwei Verletzte im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. In dem Gefängnis hielten sich bei Beginn des Brandes am Dienstagabend rund 900 Insassen auf. Präsident Porfirio Lobo sagte eine "transparente" Untersuchung der Vorgänge zu. Er sprach von einer "inakzeptablen Tragödie". Als wahrscheinlichste Ursachen galten eine Brandstiftung durch Insassen oder ein Kurzschluss.

Lobo suspendierte für die Dauer der Untersuchungen sowohl Orellana als auch seinen Stellvertreter Abraham Figueroa sowie andere Verantwortliche des Justizvollzugs. Die 24 Haftanstalten des zentralamerikanischen Staates sind für 8.000 Insassen ausgelegt, beherbergen aber insgesamt rund 13.000.




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Dokument erstellt am 2012-02-16 16:19:25


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