• Artikel vom 01.02.2012, 08:30 Uhr

Europa

Update: 01.02.2012, 08:36 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Großbritannien schickt Kriegsschiff zur Inselgruppe

Falkland-Konflikt flammt wieder auf



Das Kriegsschiff HMS Dauntless wird von Großbritannien zu den Falkland-Inseln geschickt. - APAweb / Reuters

Das Kriegsschiff HMS Dauntless wird von Großbritannien zu den Falkland-Inseln geschickt. APAweb / Reuters

London/Buenos Aires. Großbritannien schickt eines seiner neuesten und modernsten Kriegsschiffe zu den Falklandinseln. Es sei seit langem geplant gewesen, die "HMS Dauntless" dort zu stationieren, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag mit. Es handle sich nicht um eine Reaktion auf die jüngsten Spannungen zwischen Argentinien und dem Vereinigten Königreich wegen der Inselgruppe. Das Schiff soll in den kommenden Wochen aufbrechen und vor Ort ein anderes ersetzen.

Werbung

Die argentinische Regierung protestierte am Dienstag gegen "den britischen Versuch, einen Konflikt zu militarisieren, in dem die Vereinten Nationen mehrfach zu einer Lösung durch bilaterale Verhandlungen aufgerufen haben".

Die Regierungen sollten der Versuchung widerstehen, in der Wirtschaftskrise mit falschem Patriotismus die Öffentlichkeit von den Sparmaßnahmen und der Arbeitslosigkeit abzulenken, heißt es in einer Erklärung des Außenministeriums in Buenos Aires

Rund 30 Jahre nach Ausbruch des Falkland-Krieges hatte es in den vergangenen Wochen einen politischen Schlagabtausch über die Inseln gegeben, die zum Königreich gehören, von Argentinien aber für sich beansprucht werden. Argentinien hatte unter anderem versucht, Ölbohrungen der Briten zu stoppen.

Außerdem untersagte Argentinien gemeinsam mit Nachbarländern wie Brasilien und Uruguay Schiffen unter Falkland-Flagge, in die Häfen des Landes einzulaufen. Der britische Premier David Cameron warf Argentinien "Kolonialismus" vor.

Die Royal Navy sei seit vielen Jahren durchgängig im Südatlantik präsent, erklärte ein Sprecher der britischen Marine. Bei dem Schiffsaustausch handle es sich um eine "Routineaktion". Im Falkland-Krieg zwischen Argentinien und dem Königreich 1982 hatten fast 1000 Menschen auf beiden Seiten ihr Leben verloren.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-01 08:32:31
Letzte Änderung am 2012-02-01 08:36:48


Beliebte Inhalte



Hardliner in der Kosovo-Frage: Vojislav Kostunica. - © EPA
  • Nikolic holt sich "echten Radikalen" Ex-Premier Kostunica ins Boot.
  • weiter

Nichts mehr zu sagen zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Ex-Minister Norbert Röttgen. - © EPA
  • SPD-Chef plädiert angesichts Querelen in der Union für Neuwahlen.
  • weiter

Dieter Böhmdorfer: "Ich kann als Justizminister nicht die Gesetze aushebeln." - apa/Helmut Fohringer
  • Ex-Minister Böhmdorfer rechtfertigt Immobiliengeschäfte des Justizministeriums.
  • weiter
  • 1
  • Update vor 41 Min.

Nach acht Jahren haben die Serben ihren pro-europäischen Präsidenten Boris Tadic überraschend abgewählt. Nachfolger wird der rechts-konservative Tomislav Nikolic, der zuletzt zur Zeit des Kosovo-Krieges und der Nato-Angriffe auf Belgrad 1999 an der Macht war. - APAweb/Reuters
  • Offizielles Ergebnis veröffentlicht.
  • Wahlsieger Nikolic: "Werden nicht von europäischem Weg abweichen".
  • weiter

Unvollendeter Umsturz: Demonstranten fordern personelle Erneuerung an der Staatsspitze. - © EPA
  • Als Armeesoldat getarnter Selbstmordattentäter zündet Bombe.
  • weiter




Werbung




Blick auf das Werk "Sevilla-Series, No. 1, Tapir" des Künstlers Daniel Spoerri im Rahmen der Ausstellung "ein inkompetenter Dialog?" im Naturhistorischen Museum in Wien. Die Ausstellung ist vom 23. Mai bis 17. September 2012 zu sehen. (21. Mai)
Siehe auch: http://bit.ly/JrMvnU

Ein Demonstrant zeigt der berittenen Polizei das Victory Zeichen.  Hunderte Amerikaner gingen am Wochenende auf die Straße, um gegen den NATO-Gipfel in Chicago zu protestieren. Das amerikanische Model Lydia Hearst posiert für die Kamera.

Schauspieler Antonio Banderas kommt in Vertretung seiner Frau, Melanie Griffith, zur Red Ribbon Celebration Concert am Vorabend des Life Balls im Burgtheater. 21.5.2012: Auch wenn das Wasser kühlt, der Wettkampf bleibt heiß: Der Franzose Hugues Duboscq bei den Schwimm-Europameisterschaften im ungarischen Debrecen.

Werbung