
"Faymann, Spindelegger und Co. machen so weiter wie bisher." Kein gutes Haar an den von der Regierung vorgestellten Sparmaßnahmen ließ am Freitag die FPÖ. Wie ihr Generalsekretär Herbert Kickl in einer Aussendung betonte, lege die Koalition mit diesem Paket einmal mehr "rot-schwarzen Dilettantismus" an den Tag. Anstatt das Geld der Österreicher in Pleiteländer und Haftungsschirme zu stecken, sollte die Regierung bei sich und den Privilegien sparen, so Kickl.
Von einer "vertanen Chance" sprachen am Freitag wiederum die Grünen. Der große Wurf, wie etwa eine Reform des Krankenkassensystems, sei ausgeblieben, kritisierte Vize-Klubchef Werner Kogler am Freitag. Österreich bleibe weiterhin eine "Steueroase der Superreichen", die SPÖ habe hier eine "erbärmliche Performance" geliefert. Die Einigung mit den Ländern, bis 2016 insgesamt 5,2 Milliarden Euro einzusparen, bezeichnete Kogler gar als "Riesenschmäh".
Das BZÖ wiederum monierte am Freitag in einer ersten Reaktion das "Versteckspiel rund um das Sparpaket". Bündniskoordinator Markus Fauland störte vor allem, dass die Pläne erst am späten Abend, kurz vor dem Wochenende, der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Den Bürgern würde mit den Maßnahmen "die Rechnung für das Griechenland-Abenteuer der Regierung" präsentiert, sagte er. Und: "Anstatt neuer Steuern hätten wir uns echte Reformen gewünscht."

