• Artikel vom 28.05.2010, 10:02 Uhr

Österreich

Update: 28.05.2010, 12:08 Uhr
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Bessere Ausbildung, schlechtere Bezahlung


Von WZ Online
  • Heinisch-Hosek präsentiert Frauenbericht.
  • Einkommensschere wächst.
  • Migrantinnen noch stärker benachteiligt.
  • Die Situation der Frauen in Österreich hat sich in einigen Bereichen in den vergangenen Jahren verbessert - von einer Gleichstellung mit Männern kann aber noch immer keine Rede sein. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Frauenbericht 2010 hervor.

Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen wurden größer.

Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen wurden größer.Fohringer/APA Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen wurden größer.Fohringer/APA

So haben Frauen die Männer in der Bildung teilweise überholt und mehr Frauen als je zuvor sind berufstätig, gleichzeitig sind aber etwa die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen größer geworden.

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Der Frauenanteil an der Bevölkerung betrug 2009 rund 51,3 Prozent, ihre Lebenserwartung stieg seit 1999 von 80,4 auf 83 Jahre. Besonders aufgeholt haben Frauen im Bereich der Bildung: Konnten 1971 noch rund 70,4 Prozent als höchste Ausbildung nur einen Pflichtschulabschluss vorweisen, waren es 2008 nur mehr rund 22,3 Prozent. Von rund 1,4 Prozent im Jahr 1971 auf rund 13,8 Prozent im Jahr 2008 gestiegen sind hingegen Abschlüsse an Universitäten, Hochschulen und hochschulverwandten Lehranstalten - bei Männern lag dieser Wert 2008 bei rund 12,8 Prozent. Technische und naturwissenschaftliche Ausbildungswege sind aber immer noch von Männern dominiert.

Rund sieben von zehn Frauen (68,6 Prozent) sind mittlerweile berufstätig, 1991 waren es erst rund 62,7 Prozent. Mehr als verdoppelt hat sich seither allerdings die Teilzeitquote - sie betrug 2008 rund 41,5 Prozent (bei Männern 8,1 Prozent). Jede vierte Frau in Teilzeit würde übrigens gerne mehr arbeiten, jede zweite gibt als einen Grund für die Teilzeitbeschäftigung Betreuungspflichten an. Bei der unbezahlten Arbeit - also Kinderbetreuung oder Haushalt - wurden nur sehr geringe Verbesserungen verzeichnet, rund zwei Drittel dieser Arbeit werden immer noch von Frauen erledigt. Fest in Frauenhand ist beispielsweise die Pflege: 2007 erfolgten etwa 88 Prozent der Pflegetätigkeiten durch Angehörige, rund zwei Drittel von ihnen waren Frauen.

Aber auch bei der bezahlten Arbeit sind Frauen benachteiligt, wie anhand folgender Daten aus dem Jahr 2007 ersichtlich ist: Gemessen am Bruttojahreseinkommen der Männer verdienen sie nur rund 58,4 Prozent, teilzeitbereinigt (nur ganzjährige Vollzeitarbeit wird verglichen) bekommen sie immer noch um ca. ein Viertel weniger als Männer. Bis zu 18 Prozent verdienen Frauen laut Ministerium weniger, nur weil sie Frauen sind, denn diese Zahl sei statistisch nicht erklärbar. Zum Vergleich: Die Hälfte der Frauen verdient unter 1.740 Euro brutto, bei den Männern sind es 2.232 Euro brutto. Rund sieben Prozent der Frauen sind außerdem berufstätig und gleichzeitig armutsgefährdet ("Working Poor", 2007), insgesamt sind etwa 13 Prozent der Frauen armutsgefährdet.



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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2010-05-28 10:02:00
Letzte Änderung am 2010-05-28 12:08:00


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