Pröll traf dabei unter anderen mit Präsident Shimon Peres und Finanzminister Yuval Steinitz zusammen. Zudem legte er laut Auskunft seines Sprechers Daniel Kapp am Grab von Theodor Herzl, dem vor 150 Jahren geborenen "Vater des Zionismus", und in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem Kränze nieder.
Zentrales Thema des Treffens mit Prölls Ressortkollegen Steinitz am Dienstagabend sie die "Krisenbewältigung in unterschiedlichen Ländern der Eurozone und in Israel" gewesen, so Kapp. "Aber auch Diskussionen über Perspektiven, wie man wieder ins Wachstum kommen kann", so der Sprecher. Israel werde für das kommende Jahr ein sehr großes Wachstum "von bis zu fünf Prozent" progonostiziert. Pröll und Steinitz kamen überein, dass die gemeinsamen Wirtschaftsbeziehungen gestärkt werden sollten. Konkret sei es dabei um "Hightech" und - "Österreich betreffend" - "grüne Technologien" gegangen.
Im Zeichen der Wirtschaftskrise stand Mittwoch früh auch das Treffen mit Shimon Peres, mit dem Pröll aber auch den Friedensprozess in Nahost erörterte. Der Vizekanzler bekräftigte dabei laut seinem Sprecher, dass Österreich "in einer Linie mit den Sanktionen gegen den Iran" stehe.
"Tief beeindruckt" zeigte sich Pröll dann vom Besuch in Yad Vashem. Der 41-jährige Vizekanzler erklärte, dass seine Generation noch mit Überlebenden des Schreckens zusammengekommen sei. Wenn diese Generation aber selbst in den "Achtzigern" sein werde, werde das Kriegsende rund hundert Jahre her sein. Daher sei es ihre Aufgabe "alles zu tun, um Derartiges für die Zukunft zu verhindern." Pröll wird auf seiner Reise auch vom Präsidenten der Israelischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, begleitet.(APA)
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