- Artikel vom 04.06.2010, 17:30 Uhr
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Erinnerung an 1989 ängstigt Chinas Regime
- Gedenken an das Tiananmen-Massaker in Peking verhindert.
- Peking/Tokio. Mehr als 20 Jahre nach der blutigen Niederschlagung der Studentenproteste am 4. Juni 1989 auf dem Tiananmen-Platz beunruhigt das Ereignis die kommunistischen Machthaber in Peking noch immer. Am Freitag wurde Wuer Kaixi, einer der bekanntesten Demokratieaktivisten von damals, beim Betreten der chinesischen Botschaft in Tokio festgenommen. Der 42-Jährige, der im Exil in Taiwan lebt, entstammt der in China unterdrückten muslimischen Minderheit der Uiguren.
In China selbst versuchten die Behörden, Gedenkveranstaltungen an das Tiananmen-Massaker zu verhindern. In Peking patrouillierten am Freitag bewaffnete Spezialkräfte der Polizei in schwarzen Einsatzwagen in den Straßen. Aktivisten standen unter Hausarrest oder Beobachtung der Staatssicherheit. Im Vorfeld des Jahrestages hatte die Polizei in Peking sechs Künstler festgenommen, die vor dem Kunstmuseum der Hauptstadt einen Sitzstreik unternommen hatten, um der Opfer des brutalen Militäreinsatzes von 1989 zu gedenken.
Bei der Niederschlagung der friedlichen Demokratiebewegung durch die Volksbefreiungsarmee waren damals mehrere hundert Menschen getötet und Tausende landesweit in Haft genommen worden.
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Dokument erstellt am 2010-06-04 17:30:09
Letzte Änderung am 2010-06-04 17:30:00
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