New York. Das Expertenteam der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA hat bei seinem zweitägigen Besuch in Teheran keine Fortschritte erzielt. Der Zutritt zu einer verdächtigen Militäranlage in Parchin wurde verweigert, der Besuch der Expertenteams ging ohne Ergebnis zu Ende.
Die westlichen Staaten wollen deshalb im UNO-Sicherheitsrat an den Sanktionen gegen Teheran festhalten. Das Regime habe nicht annähernd die von den Vereinten Nationen geforderten Bedingungen erfüllt, hieß es am Mittwoch von westeuropäischen Diplomaten in New York. Deshalb müsse der Druck aufrechterhalten werden, bis der Iran endlich mit der Staatengemeinschaft kooperiere.
"Der Iran wurde mehrfach vom UNO-Sicherheitsrat verbindlich aufgefordert, jegliche Anreicherung zu stoppen, bis alle offenen Fragen rund um das iranische Nuklearprogramm geklärt sind", hieß es aus Diplomatenkreisen. Dazu gehöre insbesondere "eine glaubwürdige und umfassende Aufklärung" über eine mögliche militärische Dimension des Nuklearprogramms.
Russland warnt indes vor "voreiligen Schlüssen". Die IAEA habe die Militäranlage in Parchin südöstlich von Teheran bereits in der Vergangenheit kontrolliert, teilte am Mittwoch das Außenministerium in Moskau mit. "Die Inspektoren sollten also zunächst deutlich machen, was hier vor sich geht", sagte Sprecher Alexander Lukaschewitsch nach Angaben der Agentur Interfax. Moskau rufe Teheran aber auf, verstärkt mit der IAEA zusammenzuarbeiten.
Die IAEA hatte in der Nacht zum Mittwoch mitgeteilt, dass der Besuch der Expertenteams ohne Ergebnis zu Ende gegangen sei. Der Westen verdächtigt Teheran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie ein Atomwaffenprogramm zu betreiben. Teheran bestreitet die Vorwürfe. Russland fordert, dass der Konflikt durch Dialog gelöst werden müsse, und lehnt neue Sanktionen gegen Teheran im Weltsicherheitsrat ab. Russland ist ein enger Handelspartner des Iran und hatte das erste iranische Atomkraftwerk fertiggestellt.
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