Caracas. Nach seiner Krebserkrankung muss der venezolanische Präsident Hugo Chavez erneut operiert werden. Laut dem 57-Jährigen haben die Ärzte in Kuba eine zwei Zentimeter große Stelle in seinem Becken entdeckt, die entfernt werden muss. Es handle sich aber nicht um Metastasen, der Eingriff werde wohl nicht kompliziert sein. Die Operation sei schon in den nächsten Tagen geplant. "Niemand muss alarmiert sein", betonte Chavez.
Nach vier Chemotherapien hatte der linksgerichtete Staatschef wiederholt erklärt, er sei komplett geheilt. Vielen Krebsspezialisten zufolge ist es jedoch zu früh für eine solche endgültige Diagnose. Der tatsächlicher Zustand von Chavez ist ein streng gehütetes Geheimnis. Der scharfe US-Kritiker, der sich im Herbst der Wiederwahl stellt, steht seit 13 Jahren an der Spitze des ölreichen Landes. Im Juni 2011 war ihm auf Kuba ein bösartiger Tumor im Becken entfernt worden. Eine Folgeerkrankung dürfte seine Chancen bei der Wahl im Oktober wohl deutlich verschlechtern.
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