Pakistanische Regierungsvertreter hatten zuvor bekannt gegeben, Musharraf habe einen Antrag auf Parteigründung gestellt, um sein Comeback vorzubereiten.
Der General hatte sich 1999 an die Macht geputscht. Die inzwischen wiederhergestellte demokratische Verfassung von 1973 ließ er durch 29 von ihm dekretierte Zusätze ändern und die Präsidentenvollmachten beträchtlich ausweiten. Bei seiner Rückkehr droht dem früheren Armeechef Verfolgung durch die Justiz.
So muss er sich etwa wegen der Absetzung ihm unliebsamer Höchstrichter im Jahr 2007 verantworten. Nach einer von den Vereinten Nationen geleiteten Untersuchung wird ihm zudem angelastet, keine ausreichenden Vorkehrungen getroffen zu haben, um die Ermordung der Oppositionsführerin und Kandidatin für das Ministerpräsidentenamt, Benazir Bhutto, Ende 2007 nach deren Heimkehr aus dem Exil zu verhindern.
Die drohenden Gerichtsverfahren halten ihn jedoch nicht von seinen Plänen ab. In dieser Woche hielt sich Musharraf, der während seiner neunjährigen Amtszeit mehrere Anschläge von Islamisten überlebt hatte, in Washington auf und traf prominente Landsleute - offenbar, um über seine Rückkehr nach Pakistan zu diskutieren.