• vom 08.12.2011, 16:55 Uhr

Fußball

Update: 08.12.2011, 16:59 Uhr
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Der FC Barcelona erfindet sich gerade neu und steht dabei am Samstag auf einem vorentscheidenden Prüfstand

Die Mühen der Evolution


Von Matthias Nagl

  • Das Duell zwischen Real und Barcelona hat vorentscheidenden Charakter.

Madrid.

Barcelona-Coach Pep Guardiola baut um, und die ganze Welt schaut zu. Ob die Weiterentwicklung des FC Barcelona im Rekordtempo funktioniert, entscheidet sich zum Teil am Samstag.

Barcelona-Coach Pep Guardiola baut um, und die ganze Welt schaut zu. Ob die Weiterentwicklung des FC Barcelona im Rekordtempo funktioniert, entscheidet sich zum Teil am Samstag.© dapd Barcelona-Coach Pep Guardiola baut um, und die ganze Welt schaut zu. Ob die Weiterentwicklung des FC Barcelona im Rekordtempo funktioniert, entscheidet sich zum Teil am Samstag.© dapd

Eine solche Serie an Erfolgen nennt man gemeinhin Epoche: Dreimal hintereinander war der FC Barcelona spanischer Meister, dazu gab es innerhalb dieser drei Jahre je zwei Siege in der Champions League und im europäischen Supercup, je einmal den spanischen Pokal und die Klub-WM. Doch an diesem Wochenende droht dieser Epoche der Anfang vom Ende. Am Samstag (22 Uhr/live laola1.tv) empfängt Real Madrid den FC Barcelona, und wenn die Madrilenen gewinnen, liegen sie in der spanischen Meisterschaft bei einem ausstehenden Spiel bereits sechs Punkte vor Barcelona.

Das ist kein Abstand, der nach erst 15 Runden nicht mehr aufzuholen wäre, in der einseitigen spanischen Liga ist es aber eine kleine Welt. Vergangene Saison gab Barcelona als Meister nur 18 Punkte ab, vor zwei Jahren waren es gar nur 15. Nachdem Real und Barcelona auch in dieser Saison an der Tabellenspitze einsam ihre Kreise ziehen, sind Punkteverluste für beide Teams quasi strengstens verboten. Das ist dem FC Barcelona in dieser Saison aber schon dreimal öfter passiert als Real Madrid. Bei zehn Siegen gab es vier Unentschieden und eine
Niederlage.

Dabei wäre es dennoch einigermaßen grotesk, von einem Leistungsabfall der Katalanen zu sprechen. Dazu reicht ein Blick auf die Heimbilanz: In neun Heimspielen gab es acht Siege, das Torverhältnis beträgt 39:0. Auch in der Champions League sicherte sich Barcelona mit fünf Siegen aus sechs Spielen souverän den Gruppensieg und den Aufstieg ins Achtelfinale. Mehr noch, in zahlreichen Analysen werden Trainer Pep Guardiola und seine Mannschaft als zum wiederholten Mal stilprägend bezeichnet. Dieser Befund ist keineswegs von der Hand zu weisen. Taktikblogs und Formationsfetischisten überschlagen sich, weil der FC Barcelona dieser Saison nicht mehr mit den handelsüblichen Zahlenkombinationen zu erklären ist.

Guardiola lässt seinen Akteuren in der Offensive große Freiheiten, statt in Positionen bewegen sich die Spieler in Aktionsräumen. Nicht dass dies bei anderen modernen Teams anders wäre, doch bei Barcelona sind diese Räume wesentlich flexibler und überlagern sich stärker. Die Frage, wie Guardiola den im Sommer von Arsenal verpflichteten Cesc Fàbregas in Barças System einbaut, hat der Coach so beantwortet, dass sich Fàbregas und Lionel Messi die zentrale Angriffsposition quasi selbständig aufteilen und gleichzeitig überall und nirgends sind.




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Dokument erstellt am 2011-12-08 16:44:12
Letzte Änderung am 2011-12-08 16:59:24


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