• vom 21.02.2012, 16:45 Uhr

Fußball

Update: 21.02.2012, 18:07 Uhr
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Im Champions-League-Achtelfinale kommt es zum Duell zweier Österreicher

Wiedersehen als Gegner



  • Dragovic und Alaba kennen einander seit den Jugendjahren bei der Austria.

Basel.

Aleksandar Dragovic (l.) und David Alaba haben schon viel miteinander erlebt. Im Achtelfinale der Champions League sind sie aber Gegner.

Aleksandar Dragovic (l.) und David Alaba haben schon viel miteinander erlebt. Im Achtelfinale der Champions League sind sie aber Gegner.© APA/ROBERT JAEGER Aleksandar Dragovic (l.) und David Alaba haben schon viel miteinander erlebt. Im Achtelfinale der Champions League sind sie aber Gegner.© APA/ROBERT JAEGER

Die Leitungen sind heiß gelaufen in den vergangenen Tagen zwischen Basel und München. Am Mittwoch (20.45 Uhr) bleiben die Handys in der Kabine. Und Zeit und Muße, persönliche Befindlichkeiten auszutauschen, werden Aleksandar Dragovic und David Alaba auch eher keine haben. Die beiden österreichischen Teamspieler treffen einander im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League im ausverkauften St.-Jakob-Park wieder, der eine im Trikot des FC Basel, der andere in jenem des FC Bayern München.

Information

Champions League, 1/8-Finale, Hinspiele Mittwoch

Basel-Bayern  20.45 Uhr
live in ORF1
Marseille-Inter 20.45 Uhr

Nun sind Champions-League-Achtelfinalspiele sowieso für junge Österreicher nichts Alltägliches, dieses ist wegen der gemeinsamen Geschichte für den 20-jährigen Dragovic und den um ein Jahr jüngeren Alaba vielleicht noch ein wenig spezieller. Beide sind die Nachwuchsabteilungen der Wiener Austria inklusive Akademie in Hollabrunn durchlaufen, haben stundenlang Ball und Playstation gemeinsam malträtiert und bezeichnen einander als gute Freunde.

Der Kontakt riss nie ab, obwohl Alaba früh, mit 16, nach Bayern ging, dort seine weitere ballestrische Ausbildung absolvierte, ehe er in Hoffenheim Spielpraxis sammelte, dann nach München zurückging, dort den Sprung in die Profiabteilung schaffte und zuletzt als Ersatz für den verletzten Bastian Schweinsteiger zu vielen Einsätzen kam. Trotz guter Leistungen und Lob von Trainer Jupp Heynckes wird er aber voraussichtlich nur auf der Bank beginnen.

Dragovic dagegen blieb zunächst in Wien, wurde hier zum Stamm- und Teamspieler und wechselte im vergangenen Sommer in die Schweiz, wo er recht schnell zum Leistungsträger wurde. "Man hat in Österreich nicht mitbekommen, welchen Stellenwert er in Basel hat", meint Markus Hoffmann, der - ebenfalls österreichische - Co-Trainer des souveränen Tabellenführers in der Super League. "Es gibt keinen jüngeren Innenverteidiger, der in der Champions League alle Spiele bestritten hat. Er spielt Woche für Woche überragend, hat eine Topeinstellung und weiß ganz genau, was er will." Mit dem Champions-League-Achtelfinale sind Dragovic und der FC Basel, der damit für den größten Erfolg eines Schweizer Klubs überhaupt sorgte, jedenfalls auf einem vorläufigen Höhepunkt angekommen.

"Langweiliges Los"
Dementsprechend groß ist auch die Vorfreude auf das Spiel - und das Wiedersehen mit seinem Teamkollegen. "Es ist super, gegen David zu spielen", meinte Dragovic unmittelbar nach der Auslosung für das Achtelfinale, schränkte aber danach pragmatisch-professionell ein: "Ansonsten bin ich nicht so glücklich, weil der FC Basel in der letzten Saison in der Gruppenphase gegen die Bayern gespielt hat. Deswegen ist es für den Verein ein bisschen ein langweiliges Los."

Dragovic gegen Gómez
Ein leichtes ist es deswegen freilich noch lange nicht, Dragovic weiß, dass "wir krasser Außenseiter sind". Andererseits war man das ja auch gegen Manchester United, das man im letzten Gruppenspiel sensationell aus dem Bewerb gekickt hat. Deswegen sind auch die Bayern, die zuletzt alles andere als überzeugt und am Wochenende nur ein 0:0 gegen Schlusslicht Freiburg geholt haben, gewarnt, Alaba sagt: "Wir dürfen Basel nicht unterschätzen. Das ist eine junge und ehrgeizige Truppe."

Vermutlich meint er damit auch Dragovic. Denn das nötige Selbstbewusstsein bringt dieser auf jeden Fall mit. Dass er auf Mario Gómez trifft, der in der laufenden Champions League sechs Tore und damit nur um eines weniger als Barcelona-Star Lionel Messi geschossen hat, bereitet ihm jedenfalls keine schlaflosen Nächte. "Er ist dynamisch und schnell, hat einen großartigen Torinstinkt und weiß immer, wo der Ball hinkommt. Aber ich habe auch schon gegen Wayne Rooney gespielt und mich gut geschlagen. Solange ich nicht gegen Messi spielen muss, ist mir das egal."




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Dokument erstellt am 2012-02-21 16:50:06
Letzte Änderung am 2012-02-21 18:07:52


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