• vom 28.03.2012, 22:46 Uhr

Fußball

Update: 29.03.2012, 09:20 Uhr

Champions League

Milan vs. Barcelona: Alles, nur keine Tore




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  • Champions-League: Viertelfinal-Schlager endet torlos
  • Bayern macht mit Auswärtssieg in Marseille schon fast alles klar.

Elfmeter oder nicht? Diese Frage wird nach der Attacke von Christian Abbiati an Alexis Sánchez noch für Diskussionen sorgen. Der Pfiff blieb jedenfalls aus, das Spiel torlos.

Elfmeter oder nicht? Diese Frage wird nach der Attacke von Christian Abbiati an Alexis Sánchez noch für Diskussionen sorgen. Der Pfiff blieb jedenfalls aus, das Spiel torlos.© dapd Elfmeter oder nicht? Diese Frage wird nach der Attacke von Christian Abbiati an Alexis Sánchez noch für Diskussionen sorgen. Der Pfiff blieb jedenfalls aus, das Spiel torlos.© dapd

Mailand. (art) Eine Zeit lang schoben die Barcelona-Stars den Ball hin und her, als hätten sie jede Menge Zeit und alles andere als Sorgen. Es war das typische Tiqui-taca, das Barcelona auszeichnet, ein technisch brillantes Kombinationsspiel über zwei, drei, vier, unzählige Stationen, aber ohne jenen Nachdruck, der Barça im Vorjahr den überlegenen Champions-League-Sieg eingebracht hat. Dabei hätte der spanische Meister gewarnt sein müssen: Der AC Milan hat ihm schon in der Gruppenphase ein 2:2 in Barcelona abgetrotzt, andere Mannschaften konnten von so einem Ergebnis nur träumen.

Auch eine der dunkelsten Stunden der Vereinsgeschichte verbinden Fans der Katalenen noch immer mit den Mailändern: Der 18. Mai 1994 ging in die Fußball-Historie ein, weil das System des legendären Johan Cruyffs auf einen beziehungsweise vier Schlägen zerbröselt war: Der vielgelobte FC Barcelona, der eine neue Ära des Offensivfußballs begründet und Romário und Hristo Stojtschkow im Angriff hatte, scheiterte in Athen im Meistercupfinale mit 0:4 an dem AC Milan, der sich wegen seiner defensiven Ausrichtung davor reichlich Häme aus Katalonien hatte gefallen lassen müssen. "Es war die schlimmste Nacht meiner Karriere", sagt der damalige Torhüter Andoni Zubizarreta noch heute. Vielleicht haben er, jetzt als Sportdirektor beim FC Barcelona tätig, und sein damaliger Mannschaftskollege und jetziger Trainer Pep Guardiola auch vor dem Viertelfinal-Hinspiel in Mailand an eben jenen Abend vor nunmehr 18 Jahren gedacht.

Die Bedenken waren unbegründet. Die Partie endete 0:0, was beiden Mannschaften noch die Chance aufs Weiterkommen gibt.

Dabei hatte Milan gefällig und ähnlich engagiert wie damals begonnen, war auch gleich nach etwas mehr als zwei Spielminuten durch das einstige Problemkind Kevin-Prince Boateng, das eben erst von einer Verletzungspause in die Mannschaft zurückgekehrt war, und Robinho zu einer Doppelchance (3.) gekommen und den Katalanen durch frühes Attackieren lästig und auch das eine oder andere Mal gefährlich.

Barcelona verzettelte sich im Kurzpassspiel

Barcelona hatte da zwar wie erwartet mehr vom Spiel, verzettelte sich aber des öfteren in seinem Kurzpassspiel und agierte im gegnerischen Strafraum zu ungenau.

Nach einer Viertelstunde gab es Elfmeteralarm nach einer zumindest fragwürdigen Attacke von Milan-Tormann Christian Abbiati an Stürmer Alexis Sánchez, der Schiedsrichter ließ aber weiterspielen. Eine Minute später landete der Ball dann zwar tatsächlich im Milan-Tor, diesmal war die Entscheidung auf Abseits von Lionel Messi aber klar.

Der Ex-Barcelona- und nunmehr Milan-Stürmer Zlatan Ibrahimovic war zu dieser Zeit noch damit beschäftigt, seinen Dutt spazieren zu führen, hätte aber wenige Minuten später die Führung für die Italiener besorgen können, als er allein vor Tormann Victor Valdés scheiterte. Von da an verlagerte sich das Spiel allerdings immer mehr in die Hälfte der Italiener, die dem zunehmenden Druck der Katalanen nur mehr schwer standzuhalten vermochten. Dass zur Pause noch keine Tore gefallen waren, war das einzige, das man der flotten und spielerisch hochklassigen Partie, die ansonsten alles bot, ankreiden konnte.

In der zweiten Hälfte flaute sie dann etwas ab, Barcelona spielte, die Italiener hielten dagegen und ließen nur wenige Großchancen zu. Es schien, als hätte sich Milan damit abgefunden. Und Barcelona zumindest das Trauma von 1994 überwunden.




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Dokument erstellt am 2012-03-28 22:50:06
Letzte Änderung am 2012-03-29 09:20:41


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