• vom 12.04.2012, 21:16 Uhr

Fußball

Update: 12.04.2012, 21:23 Uhr
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Bundesliga und ÖFB über Reformpläne uneins

Ligaformat sorgt wieder für Streit



  • Österreichweite dritte Liga und Vergrößerung der Ersten Liga steht zur Debatte.

Bundesliga-Vorstand Georg Pangl erregt mit einer Äußerung über die Schwierigkeit einer Aufstockung der Erste Liga den Unmut des ÖFB.

Bundesliga-Vorstand Georg Pangl erregt mit einer Äußerung über die Schwierigkeit einer Aufstockung der Erste Liga den Unmut des ÖFB.APAweb/Herbert Pfarrhofer Bundesliga-Vorstand Georg Pangl erregt mit einer Äußerung über die Schwierigkeit einer Aufstockung der Erste Liga den Unmut des ÖFB.APAweb/Herbert Pfarrhofer

Wien. Die Diskussion um das Ligen-Format im österreichischen Fußball ist offenbar wieder neu aufgeflammt. In einer Arbeitssitzung in Wien trafen einander führende Vertreter von ÖFB mit Präsident Leo Windtner und Bundesliga mit Chef Hans Rinner. Hauptthema war dabei eine mögliche Reform des Überganges vom Amateur- in den Profifußball, wobei unter anderem eine österreichweite dritte Liga sowie eine Aufstockung der Erste Liga im Raum steht. Dabei spalten sich jedoch die Meinungen.

  Georg Pangl, seines Zeichens Vorstand der Bundesliga, hält eine Erweiterung der zweithöchsten Spielklasse für wenig sinnvoll. "Ich verstehe die große Triebfeder der Regionalliga, da es derzeit keinen Direktaufsteiger gibt. Man muss aber auch verstehen, dass eine Vergrößerung der Heute für Morgen Ersten Liga aus jetziger Sicht wirtschaftlich nicht tragbar ist", sagte Pangl gegenüber dem Internetportal "90minuten.at". Der Burgenländer verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die wirtschaftliche Basis für eine 16er-Liga nicht gegeben sei.

"Absolut unverständlich"
  Der ÖFB reagierte darauf mit einer scharf formulierten Aussendung. "Überrascht hat das konträr zum Ergebnis stehende mediale Vorpreschen von Bundesliga-Vorstand Georg Pangl, der sich nach der Sitzung gegen jede Veränderung der Heute für Morgen Erste Liga aussprach. Eine derartige Vorgangsweise widerspricht der Sitzungsvereinbarung aller Teilnehmer und ist absolut unverständlich", hieß es in der Mitteilung.

  ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner wollte sich auf APA-Anfrage nicht weiter dazu äußern und verwies auf das Statement des Fußballbundes. Darin war unter anderem zu lesen, dass über eine "Lizenzierung Light" gesprochen wurde, "um den Aufstieg von der dritten Leistungsstufe in die zweite Liga wirtschaftlich weniger risikoreich zu gestalten".

  Außerdem sei nach sehr intensiven Gesprächen festgelegt worden, dass der ÖFB und die Landesverbände Richtlinien für die dritte Leistungsstufe wie auch eine mögliche Reduzierung der Anzahl deren Vereine evaluieren und mögliches Optimierungspotenzial erarbeiten werden. Demnach erklärte sich auch die Bundesliga bereit, über eine Erweiterung der Erste Liga zu diskutieren.

  Aktuell spielen zehn Mannschaften in der Erste Liga. Der Letzte steigt fix ab, der Meister auf. Die beiden vakanten Plätze machen sich der Neunte sowie die drei Regionalliga-Meister in Play-offs untereinander aus.




Schlagwörter

Fußball, ÖFB

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Dokument erstellt am 2012-04-12 21:19:33
Letzte Änderung am 2012-04-12 21:23:36


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