• vom 13.04.2012, 17:32 Uhr

Fußball

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Wie Austria und Rapid mit ihren verdienstvollen Spielern umgehen

Abseits vom Geschehen



  • Helge Payer verlässt Rapid im Sommer, die Zukunft von Roland Linz ist ungewiss.

Roland Linz und Helge Payer haben viele Derbys geprägt, Payer hat sein letztes schon bestritten.

Roland Linz und Helge Payer haben viele Derbys geprägt, Payer hat sein letztes schon bestritten. Roland Linz und Helge Payer haben viele Derbys geprägt, Payer hat sein letztes schon bestritten.

Wien. (sir/apa) Vor fast genau zehn Jahren hat Austrias Roland Linz sein erstes Tor im Derby geschossen. 20 Jahre war er damals alt, und im Rapid-Tor stand Helge Payer, der sein erstes Derby bestritt. Seit damals sind sich die beiden Wiener Klubs in der Meisterschaft noch 40 Mal gegenübergestanden, und Linz hat sieben weitere Treffer im Derby erzielt.

Am Sonntag (16 Uhr) bekommt er die Gelegenheit, seine Bilanz noch zu verbessern. Wenn, ja, wenn ihn Ivica Vastic spielen lässt. Das war zuletzt nicht oft der Fall, immerhin hat sich Linz vom Tribünensitzer zum Bankdrücker hochgearbeitet. Als Joker hat er zuletzt auch zwei Tore in drei Partien gemacht. Es ist keine schöne Situation für Linz, aber eine bessere als für Helge Payer.

Torleute werden selten als Joker gebracht, außerdem saß Payer zuletzt fast immer auf der Tribüne. Nun wurde offiziell, was ohnehin so gut wie sicher schien: Payer wird Rapid im Sommer verlassen. "Es tut schon sehr weh, Rapid zu verlassen. Seit ich fünf Jahre alt bin, schlägt mein Herz für diesen Verein. Aber der Zeitpunkt ist gut. Mein Vertrag läuft aus, und Rapid ist im Tor gut aufgestellt", sagt Payer.

Zwei Seiten, eine Meinung
Mit Trainer Peter Schöttel hat Payer, der sich um ein Engagement im Ausland bemühen will, noch gemeinsam gespielt, sie keinen und schätzen einander seit vielen Jahren. Sie haben oft miteinander gesprochen, und "wir sind beide zum selben Ergebnis gekommen", sagt Schöttel. Nämlich, dass eine Trennung das Beste für beide Seiten ist. Payer wird ab sofort nicht mehr mit der Mannschaft trainieren, im Sommer soll er offiziell verabschiedet werden.

Auch wenn Payer der Abgang schmerzt und diesen wohl auch viele Fans bedauern werden, so war es doch ein korrektes Vorgehen aller Beteiligten. Ein bisschen anders ist die Situation bei Roland Linz, der im Herbst noch Stammspieler war, unter Vastic aber zuerst gar nicht und zuletzt nur als Joker gespielt hat. Auch diese beiden kennen einander noch als Teamkollegen beim Nationalteam. "Probleme hatten wir nie, ich hab’ mich immer korrekt verhalten", sagt Linz.

Die Kommunikation zwischen Trainer und Stürmer dürfte derzeit nicht die beste sein, allerdings hat Vastic auch viele andere Baustellen, um die er sich kümmern muss. Er hat das System umgestellt, hat Barazite und Junuzovic ersetzen müssen, und von Beginn weg stand er in der Kritik, weil er defensiv agieren lässt.

"Ich bin froh, dass ich jetzt zumindest wieder im Kader bin", sagt Linz. Mit der Jokerrolle hat er jedoch ein prinzipielles Problem: "Es ist einfach ein ganz anderes Spiel, wenn man irgendwann hineinkommt. Da muss man sich darauf einstellen", sagt er. Allerdings will er sich gar nicht groß darauf einstellen, Linz’ Ziel ist ein Stammplatz, der derzeit Roman Kienast gehört.

Spätestens im Sommer wird sich die Frage stellen, wie die Austria weiter plant. Mit Linz? Weiter mit Tomas Jun, dessen Vertrag ausläuft? Als Reservist wird die Austria Linz kaum halten, dafür ist er auch zu teuer. Nach einer sauberen Trennung wie bei Payer sieht es derzeit aber auch nicht aus.




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Dokument erstellt am 2012-04-13 17:38:09


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