Red Bull Salzburg ist am Samstag in der 30. Runde der Fußball-Bundesliga nicht über ein 2:2 (1:1)-Remis beim schwächelnden Meister Sturm Graz hinausgekommen und muss daher um die Verteidigung der Tabellenführung bangen. Mit einem Sieg im Wiener Derby am Sonntag könnte sich Rapid an die Spitze setzen. Das 2:2 war eines von drei Remis am Samstag. Den einzigen Sieg feierte Ried (2:0 gegen Mattersburg), das sich damit vorerst auf Tabellenrang drei vorschob.
Salzburg musste sich beim Trainer-Debüt von Sturm-Interimscoach Thomas Kristl nach einem Gegentor durch Joker Patrick Wolf in der 93. Minute mit einem 2:2 (1:1) begnügen. Der Tabellenführer hatte einen frühen Rückstand durch Florian Kainz (3.) vor 11.361 Zuschauern dank Kopfball-Toren von Stefan Maierhofer (7.) und Jakob Jantscher (80.) gedreht, sah bereits wie der sichere Sieger aus. In der dritten und letzten Minute der Nachspielzeit wuchtete Wolf aber eine lange Freistoß-Flanke des ebenfalls eingewechselten Darko Bodul per Kopf über die Linie. Salzburg hat damit keines seiner vier Saisonduelle mit Sturm gewonnen.
Die Admira und Wacker Innsbruck trennten sich 1:1 (0:1)-Unentschieden. Julius Perstaller (21.) und Patrik Jezek (57.) per Elfmeter sorgten für die gerechte Punkteteilung, die beiden Mannschaften im Kampf um die Europacupplätze aber nicht wirklich weiterhilft. Sechs Runden vor Saisonende fehlen den sechstplatzierten Niederösterreichern freilich weiterhin nur zwei Punkte auf die vor dem Sonntagspiel drittplatzierte SV Ried. Die Tiroler liegen weiterhin zwei Zähler zurück auf Rang sieben.
Ried besiegt Mattersburg
Als einzige Mannschaft voll punkten konnte am Samstag die SV Ried. Die Oberösterreicher setzten sich dank eines Elfmeter-Tors von Anel Hadzic (36.) und eines späten Guillem-Treffers (90.) in der 30. Runde zu Hause gegen die im Frühjahr aufstrebenden Mattersburger mit 2:0 (1:0) durch. Dank des ersten vollen Erfolgs nach drei sieglosen Spielen verkürzte man den Rückstand auf Tabellenführer Salzburg auf sechs Zähler.
Die Mannschaft von Interimstrainer Gerhard Schweitzer revanchierte sich auch für die 1:4-Auswärtspleite im Pappelstadion am 18. Februar. Mattersburg, das über weite Strecken der zweiten Hälfte das bessere Team war, verabsäumte es hingegen, den Vorsprung auf Schlusslicht Kapfenberg weiter zur vergrößern. Dank 13 Zählern Unterschied muss man freilich nicht mehr ernsthaft um den Klassenerhalt bangen.
Kapfenberg kaum noch zu retten
Tabellen-Schlusslicht Kapfenberg musste sich beim mageren Kellerderby in Wiener Neustadt mit einem 0:0 zufriedengeben, der Rückstand auf die neuntplatzierte Truppe von Peter Stöger beträgt damit sechs Runden vor Saisonende weiter zwölf Punkte. Wiener Neustadt ist damit seit zehn Heimspielen ungeschlagen, die jüngsten sieben endeten mit einem Remis, sechs davon mit einem 0:0. Kapfenberg wiederum hat aus den jüngsten sechs Runden lediglich zwei Zähler geholt.
"Ich habe immer gesagt: ,Nimm mir alles, aber nicht den Ball‘", meinte Marko Arnautovic unlängst anlässlich seiner Suspendierung bei Werder...
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